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kossa 5dc2515e76 typo
Deploy Hugo Site / Deploy Batch Tools on beta.batch.tools (push) Successful in 2m1s
2024-04-18 00:30:58 +02:00
kossa d76cbc2688 Samui Eintrag mit Bildern versehen und fertig geschrieben 2024-04-18 00:24:00 +02:00
kossa 8f74a18aa2 fix spelling errors 2024-04-15 09:37:52 +02:00
kossa 55f5fb24bf enable spell checking and fix some spelling errors 2024-04-15 09:14:00 +02:00
16 changed files with 114 additions and 23 deletions
+5
View File
@@ -0,0 +1,5 @@
Longtail
Nimue
Nael
Täschi
crazy
+1
View File
@@ -0,0 +1 @@
{"rule":"KOMMA_ZWISCHEN_HAUPT_UND_NEBENSATZ","sentence":"^\\QStromausfall morgens beim Frühstück und man bekommt keinen Kaffee ist allerdings schon nah an Folter.\\E$"}
+48
View File
@@ -0,0 +1,48 @@
{
"cSpell.language": "de,de-DE",
"cSpell.enableFiletypes": [
"!asciidoc",
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"!cpp",
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"cSpell.words": [
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}
-3
View File
@@ -9,9 +9,6 @@ timeout = '2m'
[[menu.main]] [[menu.main]]
url = '/blog' url = '/blog'
name = 'Blog' name = 'Blog'
[[menu.main]]
url = '/about'
name = 'Boot'
[[menu.main]] [[menu.main]]
url = '/about-us' url = '/about-us'
name = 'Wir' name = 'Wir'
@@ -12,7 +12,7 @@ Nun sind wir in Thailand angekommen, seit etwa 2,5 Wochen. Halbzeit, da wir 5 Wo
Da bei Thai Airways nur in den vordersten Sitzreihen die Babykörbe eingehängt werden können, hatten wir quasi vollautomatisch einen Sitz mit Beinfreiheit. Theoretisch cool, praktisch bedeutete das auch, dass wir die Armlehnen in der Sitzreihe nicht hochklappen konnten. Dementsprechend war schon mal nix mit kuschelig auf dem Sitz schlafen. Schlaue Füchse die wir sind, haben wir uns dann einfach auf den Boden gelegt, dabei aber nicht die Rechnung mit der Stewardess gemacht, die uns vier mal geweckt und darauf hingewiesen hat, dass es nicht besonders sicher sei auf dem Boden zu schlafen. Da sie uns aber auch nicht rausschmeißen konnte, haben wir uns einfach immer wieder hingelegt. Irgendwann haben wir dann auch Nimue einfach unter Naels Körbchen versteckt, immerhin sie konnte dann verhältnismäßig ruhig schlafen. Da bei Thai Airways nur in den vordersten Sitzreihen die Babykörbe eingehängt werden können, hatten wir quasi vollautomatisch einen Sitz mit Beinfreiheit. Theoretisch cool, praktisch bedeutete das auch, dass wir die Armlehnen in der Sitzreihe nicht hochklappen konnten. Dementsprechend war schon mal nix mit kuschelig auf dem Sitz schlafen. Schlaue Füchse die wir sind, haben wir uns dann einfach auf den Boden gelegt, dabei aber nicht die Rechnung mit der Stewardess gemacht, die uns vier mal geweckt und darauf hingewiesen hat, dass es nicht besonders sicher sei auf dem Boden zu schlafen. Da sie uns aber auch nicht rausschmeißen konnte, haben wir uns einfach immer wieder hingelegt. Irgendwann haben wir dann auch Nimue einfach unter Naels Körbchen versteckt, immerhin sie konnte dann verhältnismäßig ruhig schlafen.
Nach dieser Tortur hatten wir noch den verspäteten Anschluss nach Koh Samui genommen. Der Flug ging zum Glück schnell vorrüber. Dort angekommen war es vor allen Dingen erstmal warm und wir so fertig, dass Nimue noch am Gepäckband ein Nickerchen hingelegt hatte. Durch unseren verspäteten Flug musste leider auch der Taxifahrer lange unverrichteter Dinge am Flughafen warten, aber fuhr uns dann in unser Hotel. Nach dieser Tortur hatten wir noch den verspäteten Anschluss nach Koh Samui genommen. Der Flug ging zum Glück schnell vorüber. Dort angekommen war es vor allen Dingen erstmal warm und wir so fertig, dass Nimue noch am Gepäckband ein Nickerchen hingelegt hatte. Durch unseren verspäteten Flug musste leider auch der Taxifahrer lange unverrichteter Dinge am Flughafen warten, aber fuhr uns dann in unser Hotel.
Auf Koh Samui hatten wir das volle Programm für die Kinder ausgerollt, erstens aus der Angst heraus, sie ansonsten nicht beschäftigt zu bekommen, aber auch um den Jetlag in einfacherer Atmosphäre auszukurieren. Diese Entscheidung stellte sich auch als voller Erfolg heraus. Wir hatten neben dem obligatorischen Pool einen Indoor-Spielplatz, Outdoor-Spielplatz mit Trampolin und dementsprechend v.a. auch sehr viele andere Familien. Wie erwartet waren diese tlw. auch schon sehr weit gereist und konnten mit den heißesten Tipps zur Weiterreise aufwarten, wo es sich mit Kindern lohnt oder ggf. auch nicht lohnt. Auf Koh Samui hatten wir das volle Programm für die Kinder ausgerollt, erstens aus der Angst heraus, sie ansonsten nicht beschäftigt zu bekommen, aber auch um den Jetlag in einfacherer Atmosphäre auszukurieren. Diese Entscheidung stellte sich auch als voller Erfolg heraus. Wir hatten neben dem obligatorischen Pool einen Indoor-Spielplatz, Outdoor-Spielplatz mit Trampolin und dementsprechend v.a. auch sehr viele andere Familien. Wie erwartet waren diese tlw. auch schon sehr weit gereist und konnten mit den heißesten Tipps zur Weiterreise aufwarten, wo es sich mit Kindern lohnt oder ggf. auch nicht lohnt.
+5 -4
View File
@@ -14,22 +14,23 @@ Nach Koh Lanta experimentierten wir mit dem Abenteuer. Wir wollten eine weniger
Auf der Suche nach Zielen wälzten wir also wieder einmal Reiseberichte. Fakt: es gibt viele Inseln in und um Thailand. In die engere Auswahl kamen Koh Yao Noi, Koh Libong und Koh Lipe. Eigentlich hatten wir uns schon auf Yao Noi eingeschossen, aber wir waren offensichtlich mal wieder zu spät, respektive zu speziell, mit unserer Buchung der Unterkunft. Es gab nämlich weder auf Yao Noi, noch auf Lipe überhaupt irgendwelche Treffer für unseren Reisezeitraum. Und egal wie wir es drehten und wendeten, egal ob frühere An- und Abreise oder gar eine ganze Woche später, es gab nichts für uns zu holen. Auch auf Libong gab es nur einen Treffer, das Andalay Beach Resort. Später haben wir dann rausgefunden, dass es v.a. damit zusammenhängt, dass die Suchmasken der meisten Anbieter (Agoda und Booking vornehmlich) mit unserer Anfrage für zwei Erwachsene, ein Baby und ein Kleinkind etwas überfordert sind: Man kann meistens nicht gut genug spezifizieren, welche Bettkonstellation man mit dieser Reisegruppe sucht, und wenn man es denn kann, ist man auch darauf angewiesen, dass die Hotels ihre Zimmer auf den Plattformen richtig eingepflegt haben. Dementsprechend fallen auch einfach sehr viele potentielle Treffer raus. Mit diesem Wissen hätte es vielleicht auch auf Yao Noi geklappt, aber so wurde uns wiederum die Entscheidung abgenommen und wir machten uns auf den Weg nach Libong. Auf der Suche nach Zielen wälzten wir also wieder einmal Reiseberichte. Fakt: es gibt viele Inseln in und um Thailand. In die engere Auswahl kamen Koh Yao Noi, Koh Libong und Koh Lipe. Eigentlich hatten wir uns schon auf Yao Noi eingeschossen, aber wir waren offensichtlich mal wieder zu spät, respektive zu speziell, mit unserer Buchung der Unterkunft. Es gab nämlich weder auf Yao Noi, noch auf Lipe überhaupt irgendwelche Treffer für unseren Reisezeitraum. Und egal wie wir es drehten und wendeten, egal ob frühere An- und Abreise oder gar eine ganze Woche später, es gab nichts für uns zu holen. Auch auf Libong gab es nur einen Treffer, das Andalay Beach Resort. Später haben wir dann rausgefunden, dass es v.a. damit zusammenhängt, dass die Suchmasken der meisten Anbieter (Agoda und Booking vornehmlich) mit unserer Anfrage für zwei Erwachsene, ein Baby und ein Kleinkind etwas überfordert sind: Man kann meistens nicht gut genug spezifizieren, welche Bettkonstellation man mit dieser Reisegruppe sucht, und wenn man es denn kann, ist man auch darauf angewiesen, dass die Hotels ihre Zimmer auf den Plattformen richtig eingepflegt haben. Dementsprechend fallen auch einfach sehr viele potentielle Treffer raus. Mit diesem Wissen hätte es vielleicht auch auf Yao Noi geklappt, aber so wurde uns wiederum die Entscheidung abgenommen und wir machten uns auf den Weg nach Libong.
## Eine Seefahrt ## Eine Seefahrt
Koh Libong ist schon mal so urig, dass es keine reguläre Fähre gibt, die einen übersetzen kann. Die Möglichkeiten beschränken sich auf Speedboats und eine Taxifahrt mit anschließedem Longtail Boat. Da die Reviews der Speedboatanbieter und Täschis Erfahrungen mit dem Komfort einer Speedboatreise beide eher durchwachsen waren entschieden wir uns für den zwar etwas längeren Trip mit dem Taxi, der aber wiederum auch deutlich günstiger war. Von Lanta dauerte der ganze Weg etwa vier Stunden. In Baan Chao Mai wurde die Reisegruppe dann auf besagtes Longtail Boot verladen. Das kam uns sehr entgegen, da Nimue ohnehin schon seit Tagen bei jedem Boot, das sie gesehen hatte verlangte, dass wir endlich einmal "Segelboot" fahren müssen (jedes Boot ist ein Segelboot). Sie genoss die Überfahrt dann auch sichtlich. Auf Libong wurden wir dann auf die Ladefläche eines Pickup verladen, der uns an das andere Ende der Insel brachte. Schon auf dieser kurzweiligen Fahrt begrüßte uns der urige Charakter der Insel. Es gibt diese eine Straße, ein Dorf in der Mitte der Insel und ansonsten noch 2 Hüttenansammlungen an jedem Ende der Insel. Das Inselleben wirkte gleich sehr echt auf uns, abgesehen von der Anlegestelle gab es keinen Tourineppladen zu sehen, es gibt keinen 7Eleven, es gibt keine Tankstelle, nur das echte Thai Benzin aus der Colaflasche. Ich glaube auch, dass es nur zwei Autos auf der Insel gibt, ansonsten besteht der Verkehr aus Rollern und Tuktuks. Koh Libong ist schon mal so urig, dass es keine reguläre Fähre gibt, die einen übersetzen kann. Die Möglichkeiten beschränken sich auf Speedboats und eine Taxifahrt mit anschließendem Longtail Boat. Da die Reviews der Speedboatanbieter und Täschis Erfahrungen mit dem Komfort einer Speedboatreise beide eher durchwachsen waren entschieden wir uns für den zwar etwas längeren Trip mit dem Taxi, der aber wiederum auch deutlich günstiger war. Von Lanta dauerte der ganze Weg etwa vier Stunden. In Baan Chao Mai wurde die Reisegruppe dann auf besagtes Longtail Boot verladen. Das kam uns sehr entgegen, da Nimue ohnehin schon seit Tagen bei jedem Boot, das sie gesehen hatte verlangte, dass wir endlich einmal "Segelboot" fahren müssen (jedes Boot ist ein Segelboot). Sie genoss die Überfahrt dann auch sichtlich. Auf Libong wurden wir dann auf die Ladefläche eines Pickup verladen, der uns an das andere Ende der Insel brachte. Schon auf dieser kurzweiligen Fahrt begrüßte uns der urige Charakter der Insel. Es gibt diese eine Straße, ein Dorf in der Mitte der Insel und ansonsten noch 2 Hüttenansammlungen an jedem Ende der Insel. Das Inselleben wirkte gleich sehr echt auf uns, abgesehen von der Anlegestelle gab es keinen Tourineppladen zu sehen, es gibt keinen 7Eleven, es gibt keine Tankstelle, nur das echte Thai Benzin aus der Colaflasche. Ich glaube auch, dass es nur zwei Autos auf der Insel gibt, ansonsten besteht der Verkehr aus Rollern und Tuktuks.
## Im besten Hotel am Platz ## Im besten Hotel am Platz
Tatsächlich gibt es auch nicht viele Unterkünfte auf Libong und das Andalay Beach Resort ist das einzige Hotel auf der Insel, das einen (bzw. genaugenommen zwei) Pools hat. Leider kam uns das gelegener als wir hofften, da bei unserer Ankunft das Meer leider v.a. quallig war. Das Resort ist mit seinen Hüttchen, den Pools, dem Restaurant am Strand und seiner Einrichtung mit viel Holz richtig schön anzusehen, die Instagramability ist enorm hoch. Dafür berappt man natürlich auch den einen oder anderen Rappen, preislich liegt das schon weit vorne. Und dafür bekommt man wiederum bis auf die Optik nicht so richtig hohe Qualität geboten, insbesondere beim (teuren) Essen ist das schon fast frech. Zum Glück schaffen da aber die Restaurants außerhalb (die man in genaugenommen 2 Minuten, na gut, lass es 10 mit den Kindern sein) zu Fuß erreicht, großartige Abhilfe. Wahnsinnig leckeres Essen für n Appel und ein Ei. Inklusive Abenteuer sind auch immer mal wieder Stromausfälle und Internetausfälle, aber dafür ist man ja nach Libong gekommen. Stromausfall morgens beim Frühstück und man bekommt keinen Kaffee ist allerdings schon nah an Folter. Tatsächlich gibt es auch nicht viele Unterkünfte auf Libong und das Andalay Beach Resort ist das einzige Hotel auf der Insel, das einen (bzw. genaugenommen zwei) Pools hat. Leider kam uns das gelegener als wir hofften, da bei unserer Ankunft das Meer leider v.a. quallig war. Das Resort ist mit seinen Hüttchen, den Pools, dem Restaurant am Strand und seiner Einrichtung mit viel Holz richtig schön anzusehen, die Instagramability ist enorm hoch. Dafür berappt man natürlich auch den einen oder anderen Rappen, preislich liegt das schon weit vorne. Und dafür bekommt man wiederum bis auf die Optik nicht so richtig hohe Qualität geboten, insbesondere beim (teuren) Essen ist das schon fast frech. Zum Glück schaffen da aber die Restaurants außerhalb (die man in genaugenommen 2 Minuten, na gut, lass es 10 mit den Kindern sein) zu Fuß erreicht, großartige Abhilfe. Wahnsinnig leckeres Essen für n Appel und ein Ei. Inklusive Abenteuer sind auch immer mal wieder Stromausfälle und Internetausfälle, aber dafür ist man ja nach Libong gekommen. Stromausfall morgens beim Frühstück und man bekommt keinen Kaffee ist allerdings schon nah an Folter.
## Reisedepression durch Kinder ## Reisedepression durch Kinder
Vielleicht durch die Entschleunigung und Reizunterflutung hatte ich nach ca. 3 Tagen auf Libong allerdings mit starkem Reiseblues zu kämpfen. Da es hier tatsächlich nicht viel zu tun gibt, hatten wir gefühlt nach einem Tag mit dem Roller die gesamte Insel abgegrast. Das Meer blieb uns ja auch zunächst verwehrt und es gibt nicht mal einen Geocache auf der Insel. Daher hatte ich einen Tag richtig miese Laune bzgl. der Tatsache, dass ich mich so gefangen fühlte. Irgendwie war das eigentlich wieder die Urlaubsart, auf die ich so richtig Bock hatte, andererseits nagte das Gefühl an mir, dass ich diesen Abenteuerwunsch aufgrund der Kinder hier nicht ausleben konnte. Ständig plärrt das Baby wegen irgendwas, wenn man dann aber bspw. abends mit dem Roller umherfährt, kann man auch nicht halten ohne von Mücken gefressen zu werden um ihm das Maul mit der Brust zu stopfen. Also eilt man sich mit dem strampelnden Baby in der Trage wieder in die Unterkunft. Nimue wiederum musste gefühlt rund um die Uhr mit Kleinkind-Theater beschäftigt werden, was auch nicht bedeutet mit der Machete wilde Dschungeltouren zu unternehmen. Tagsüber ist es in der Mittagszeit furchtbar heiß, am besten sitzt man diese Zeit also im klimatisierten Zimmer aus, dort tanzt Nimue dann aber auf dem Tisch wegen Unterbeschäftigung. Nael schläft in der Zeit. Wenn man dann irgendwann Nimue dann so runtergefahren hat, dass sie doch endlich zum Mittagsschlaf einschläft ist Babymann wieder wach und plärrt wegen irgendetwas. Wenn dann abends die Temperaturen zur Aktivität einladen, ist es (oh Wunder) dunkel. Da fährt man dann auch nicht mit der gesamten Familie auf dem Roller die Feldwege entlang und jagt alle über den wurzeligen Dschungelboden Das führte bei mir zum Meltdown, dass ich kurz davor war den Urlaub abzubrechen. Einzig, dass es von hier aus auch wiederum ein riesig großer Aufwand wäre nach Bangkok zu kommen hielt mich davon ab unmittelbar die Rückreise anzutreten. Vielleicht durch die Entschleunigung und Reizunterflutung hatte ich nach ca. 3 Tagen auf Libong allerdings mit starkem Reiseblues zu kämpfen. Da es hier tatsächlich nicht viel zu tun gibt, hatten wir gefühlt nach einem Tag mit dem Roller die gesamte Insel abgegrast. Das Meer blieb uns ja auch zunächst verwehrt und es gibt nicht mal einen Geocache auf der Insel. Daher hatte ich einen Tag richtig miese Laune bzgl. der Tatsache, dass ich mich so gefangen fühlte. Irgendwie war das eigentlich wieder die Urlaubsart, auf die ich so richtig Bock hatte, andererseits nagte das Gefühl an mir, dass ich diesen Abenteuerwunsch aufgrund der Kinder hier nicht ausleben konnte. Ständig plärrt das Baby wegen irgendwas, wenn man dann aber bspw. abends mit dem Roller umherfährt kann man auch nicht halten, ohne von Mücken gefressen zu werden, um ihm das Maul mit der Brust zu stopfen. Also eilt man sich mit dem strampelnden Baby in der Trage wieder in die Unterkunft. Nimue wiederum musste gefühlt rund um die Uhr mit Kleinkind-Theater beschäftigt werden, was auch nicht bedeutet mit der Machete wilde Dschungeltouren zu unternehmen. Tagsüber ist es in der Mittagszeit furchtbar heiß, am besten sitzt man diese Zeit also im klimatisierten Zimmer aus, dort tanzt Nimue dann aber auf dem Tisch wegen Unterbeschäftigung. Nael schläft in der Zeit. Wenn man dann irgendwann Nimue dann so runtergefahren hat, dass sie doch endlich zum Mittagsschlaf einschläft, ist Babymann wieder wach und plärrt wegen irgendetwas. Wenn dann abends die Temperaturen zur Aktivität einladen, ist es (oh Wunder) dunkel. Da fährt man dann auch nicht mit der gesamten Familie auf dem Roller die Feldwege entlang und jagt alle über den wurzeligen Dschungelboden. Das führte bei mir zum Meltdown, dass ich kurz davor war den Urlaub abzubrechen. Einzig, dass es von hier aus auch wiederum ein riesig großer Aufwand wäre nach Bangkok zu kommen hielt mich davon ab unmittelbar die Rückreise anzutreten.
Unverhofft, ohne dass ich danach gesucht hätte, kam aber Hilfe von unerwarteter Seite: im Rahmen der April Cools, haben einige Blogger die Tradition gestartet, über Themen zu schreiben, über die sie sonst nicht schrieben. Lange Kette glücklicher Umstände, am Ende stand ein schnell heruntergeladener Erziehungsratgeber namens "Hunt. Gather. Parent." Schon der Prolog sprach mich an, da ich meine Gefühle über das Elternsein 1:1 Beschreibungen der Autorin wiederfand (nicht nur auf den Urlaub bezogen). Ich bin zwar während ich dies schreibe erst bei einem guten Drittel des Buches angekommen, aber tatsächlich schöpfte ich aus ihren Ideen erstmal wieder Motivation und v.a. die Hoffnung, dass das Elterndasein echt nicht komplett ätzend sein muss. Die Quintessenz (die den langen Beschreibungen der im Buch enthaltenen Erziehungsideen natürlich überhaupt nicht gerecht wird) ist aber salopp: das Kind einfach auch mal komplett ignorieren. Wenn das Buch es dabei schafft, das man sich nicht komplett schlecht fühlt: why not? Jetzt ist meine Erfahrung mit diesem Erziehungsansatz erst einen Tag alt, aber jungejunge, hat es mental heute für mich einen Riesenunterschied gemcht oÔ. Heute gab es viel weniger Zinober und Diskussionen, krass! Unverhofft, ohne dass ich danach gesucht hätte, kam aber Hilfe von unerwarteter Seite: im Rahmen der "April Cools", haben einige Blogger die Tradition gestartet, über Themen zu schreiben, über die sie sonst nicht schrieben. Lange Kette glücklicher Umstände, am Ende stand ein schnell heruntergeladener Erziehungsratgeber namens "Hunt. Gather. Parent." Schon der Prolog sprach mich an, da ich meine Gefühle über das Elternsein 1:1 Beschreibungen der Autorin wiederfand (nicht nur auf den Urlaub bezogen). Ich bin zwar während ich dies schreibe erst bei einem guten Drittel des Buches angekommen, aber tatsächlich schöpfte ich aus ihren Ideen erstmal wieder Motivation und v.a. die Hoffnung, dass das Elterndasein echt nicht komplett ätzend sein muss. Die Quintessenz (die den langen Beschreibungen der im Buch enthaltenen Erziehungsideen natürlich überhaupt nicht gerecht wird) ist aber salopp: das Kind einfach auch mal komplett ignorieren. Wenn das Buch es dabei schafft, das man sich nicht komplett schlecht fühlt: why not? Jetzt ist meine Erfahrung mit diesem Erziehungsansatz erst einen Tag alt, aber jungejunge, hat es mental heute für mich einen Riesenunterschied gemacht oÔ. Heute gab es viel weniger Zinober und Diskussionen, krass!
## Ausflugstage ## Ausflugstage
Koh Libong fällt auf durch exakt nichts. Standesgemäß mieteten wir uns wieder einen Roller, um die Topspots der Insel abzuklappern. Auf meinen Openstreetmaps Karten war als eine der Sehenswürdigkeiten "Fishermen hut on the river" markiert. Vielversprechend. Google spuckte noch ein paar grandiose Highlights mehr aus, die ähnlich atemberaubend daherkamen. Unsere Tage auf Koh Libong gestalteten sich also folgendermaßen: Frühstück mit Hoffnung auf Kaffee. Anschließend Poolzeit bis ca. 13 Uhr. Täschi die Rettungsschwimmrakete brachte mir dann den Kopfsprung bei. Ich kann mit 37 Jahren jetzt also endlich einen Köpfer. Zeit den Fahrtenschwimmer nachzuholen, aufgrund dieser massiven Skilllücke war bei mir nach dem Freischwimmer schon Schluss. Koh Libong fällt auf durch exakt nichts. Standesgemäß mieteten wir uns wieder einen Roller, um die Topspots der Insel abzuklappern. Auf meinen Openstreetmaps Karten war als eine der Sehenswürdigkeiten "Fishermen hut on the river" markiert. Vielversprechend. Google spuckte noch ein paar grandiose Highlights mehr aus, die ähnlich atemberaubend daherkamen. Unsere Tage auf Koh Libong gestalteten sich also folgendermaßen: Frühstück mit Hoffnung auf Kaffee. Anschließend Poolzeit bis ca. 13 Uhr. Täschi die Rettungsschwimmrakete brachte mir dann den Kopfsprung bei. Ich kann mit 37 Jahren jetzt also endlich einen Köpfer. Zeit den Fahrtenschwimmer nachzuholen, aufgrund dieser massiven Skilllücke war bei mir nach dem Freischwimmer schon Schluss.
So plusminus gegen 13 Uhr versuchten wir dann der drückenden Schwüle im Zimmer zu entkommen und gleichzeitig die Kids zu einem Mittagsschlaf zu überreden. Das hat mal funktioniert, aber an den meisten Tagen nicht. Entweder wollten sie nicht gleichzeitig schlafen oder Nimue wollte gar nicht schlafen. So ab 15-16 Uhr trauten wir uns dann raus in die Glut und schwangen den Poppes auf die aufgeheizte Sitzfläche des Rollers. Oft gab es dann auch direkt das Mittag-/Abendessen direkt vorm Hotel. Anschließend heizten wir zu einer der grandiosen Sehenswürdigkeiten. So plusminus gegen 13 Uhr versuchten wir dann der drückenden Schwüle im Zimmer zu entkommen und gleichzeitig die Kids zu einem Mittagsschlaf zu überreden. Das hat mal funktioniert, aber an den meisten Tagen nicht. Entweder wollten sie nicht gleichzeitig schlafen oder Nimue wollte gar nicht schlafen. So ab 15-16 Uhr trauten wir uns dann raus in die Glut und schwangen den Poppes auf die aufgeheizte Sitzfläche des Rollers. Oft gab es dann auch direkt das Mittag-/Abendessen direkt vorm Hotel. Anschließend heizten wir zu einer der grandiosen Sehenswürdigkeiten.
* Dorf: wir schauten uns den "Supermarkt" in der einen Hüttenansammlung an, die sogar als Dorf qualifizierte. Der war enttäuschend, es gab nicht einmal Snickers, damit war die gesamte Insel als snickersfrei identifiziert. Nachdem es schon keinen Geocache gab ein harter Schicksalsschlag. Das Essen in dem einen auf Goolge verzeichneten Restaurant war leider nicht besonders lecker, trotz der unzähligen guten Bewertungen. Man hält sich also doch besser an die drei Restaurants vorm Hotel. Aber in dem Dorf konnte man sich immerhin verfahren, wir haben es fast bis zur berühmten "Fishermen hut on the river" geschafft, aber es wurde schon dunkel und der Tank leerte sich. * Dorf: wir schauten uns den "Supermarkt" in der einen Hüttenansammlung an, die sogar als Dorf qualifizierte. Der war enttäuschend, es gab nicht einmal Snickers, damit war die gesamte Insel als snickersfrei identifiziert. Nachdem es schon keinen Geocache gab ein harter Schicksalsschlag. Das Essen in dem einen auf Google verzeichneten Restaurant war leider nicht besonders lecker, trotz der unzähligen guten Bewertungen. Man hält sich also doch besser an die drei Restaurants vorm Hotel. Aber in dem Dorf konnte man sich immerhin verfahren, wir haben es fast bis zur berühmten "Fishermen hut on the river" geschafft, aber es wurde schon dunkel und der Tank leerte sich.
* Stonebridge: ein vom Wasser unterspülter Felsen am Strand. 10/10, war schön, wenn auch sehr belebt. Kleine Wanderung durch den Dschungel dorthin, die Strecke war auch sehr schön: eine sehr enge Straße durch den Urwald, ein bisschen bergauf und -ab. Kann man empfehlen. Zur richtigen Jahreszeit kann man vielleicht sogar den Sonnenuntergang durch den Bogen fotografieren. * Stonebridge: ein vom Wasser unterspülter Felsen am Strand. 10/10, war schön, wenn auch sehr belebt. Kleine Wanderung durch den Dschungel dorthin, die Strecke war auch sehr schön: eine sehr enge Straße durch den Urwald, ein bisschen bergauf und -ab. Kann man empfehlen. Zur richtigen Jahreszeit kann man vielleicht sogar den Sonnenuntergang durch den Bogen fotografieren.
* Dogong Bridge: auch im Dorf, ein sehr langer Steg mit Aussichtsplattform am Ende. Da wir aber schon wussten, dass die Dogongs ausgeflogen waren sparten wir uns die Wanderung ans Ende des Stegs und betrachteten ihn nur von unserem schlechten Restaurant aus. * Dogong Bridge: auch im Dorf, ein sehr langer Steg mit Aussichtsplattform am Ende. Da wir aber schon wussten, dass die Dogongs ausgeflogen waren sparten wir uns die Wanderung ans Ende des Stegs und betrachteten ihn nur von unserem schlechten Restaurant aus.
* Anderes Ende der Insel: hier legen die Longtailboote an. Interessante Hüttenkonstruktionen und Stege, die zu den hinteren Hütten führen. * Anderes Ende der Insel: hier legen die Longtailboote an. Interessante Hüttenkonstruktionen und Stege, die zu den hinteren Hütten führen.
Binary file not shown.

After

Width:  |  Height:  |  Size: 5.0 MiB

Binary file not shown.

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Width:  |  Height:  |  Size: 4.5 MiB

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title: "Samui Sweet Samui" title: "Samui Sweet Samui"
date: 2024-04-09T15:38:23+02:00 date: 2024-04-09T15:38:23+02:00
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tags: ['Thailand', 'Reise']
resources:
- name: header
src: mountain_road_view.jpg
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Nachdem wir keinen Bock mehr auf die einzige Straße auf Libong hatten, hatten wir noch Zeit für etwa einen Stopp in Thailand. Da unser Visum etwa 5 Tage vorm Rückflug ablief, hatten wir einige wilde Konstellationen durchgespielt. Noch auf Lanta waren wir kurz angetan von der verrückten Idee, einfach vorzeitig aus Thailand zu verschwinden und einen Zwischenstopp auf den Maledieven einzulegen. Das hätte die Visumsproblematik elegant umgangen und den Flug angenehm auf einmal 4 h und dann noch mal 6 h aufgeteilt, ein Segen mit den Kids. Da Thai Airways aber nicht nach Lamé fliegt und wir dadurch unseren Rückflug nicht einfach umbuchen konnten, verwarfen wir diese Option dann doch wieder. Nachdem wir keinen Bock mehr auf die einzige Straße auf Libong hatten, hatten wir noch Zeit für etwa einen Stopp in Thailand. Da unser Visum etwa 5 Tage vorm Rückflug ablief, hatten wir einige wilde Konstellationen durchgespielt. Noch auf Lanta waren wir kurz angetan von der verrückten Idee, einfach vorzeitig aus Thailand zu verschwinden und einen Zwischenstopp auf den Malediven einzulegen. Das hätte die Visumsproblematik elegant umgangen und den Flug angenehm auf einmal 4 h und dann noch mal 6 h aufgeteilt, ein Segen mit den Kids. Da Thai Airways aber nicht nach Lamé fliegt und wir dadurch unseren Rückflug nicht einfach umbuchen konnten, verwarfen wir diese Option dann doch wieder.
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Eine weitere Option sahen wir darin nach Langkawi, eine Insel in Malaysia, weiterzureisen. Das Internet war mit den Infos wie lange man außerhalb Thailands sein muss, um dann wieder einen Einreisestempel zu bekommen sehr schwammig, aber die etwa eine Woche, die wir gehabt hätten, erschien uns ausreichend. Von Libong aus wären wir auch recht einfach nach Langkawi gekommen. Allerdings sagte uns keine Unterkunft wirklich zu und v.a. der Rückflug von Langkawi nach Bangkok wäre recht umständlich gewesen, da alle Verbindungen von dort nur über Kuala Lumpur gehen. Eine weitere Option sahen wir darin nach Langkawi, eine Insel in Malaysia, weiterzureisen. Das Internet war mit den Infos wie lange man außerhalb Thailands sein muss, um dann wieder einen Einreisestempel zu bekommen sehr schwammig, aber die etwa eine Woche, die wir gehabt hätten, erschien uns ausreichend. Von Libong aus wären wir auch recht einfach nach Langkawi gekommen. Allerdings sagte uns keine Unterkunft wirklich zu und v.a. der Rückflug von Langkawi nach Bangkok wäre recht umständlich gewesen, da alle Verbindungen von dort nur über Kuala Lumpur gehen.
@@ -17,11 +21,15 @@ Immerhin war der Transfer nicht so schlimm wie befürchtet: wir entschieden uns
So saßen wir also wieder auf der Nordseite von Samui, diesmal aber mit dem grandiosen Versprechen am Ende des Aufenthalts auch eine Meinung zu der Insel entwickelt zu haben. So saßen wir also wieder auf der Nordseite von Samui, diesmal aber mit dem grandiosen Versprechen am Ende des Aufenthalts auch eine Meinung zu der Insel entwickelt zu haben.
![Blick von der Fähre nach Samui](on_the_ferry.jpg)
## Fahrtwind im Haar ## Fahrtwind im Haar
Bei unserer ersten Exkursion auf diesem Eiland hatten wir ja nicht so großartige Erfahrungen mit dem Roller gemacht. Jetzt nach vier Wochen Übung mit diesen motorisierten Lasteneseln trauten wir uns auch zu, der vielbefahrene Ring Road und ihrem chaotischen Kreisel mutig zu trotzen. Also war unsere erste Station der Rollerverleih. Bislang war der Fußweg dorthin auch gefühlt die gefährlichste Situation, der wir im Verkehr ausgesetzt waren. Mit einem quasi nigelnagelneuen Roller unterm Hintern genossen wir also erst einmal die Freiheit uns nun zu unseren Konditionen günstig zu bewegen. Die erste Station war der eine Geocache, den wir beinahe beim ersten Besuch schon gefunden hätten: am Ende machte uns die Steigung einen Strich durch die Rechnung, da wir uns nicht sicher genug fühlten diesen Berg hochzufahren. Nun, nachdem wir den unebenen Feldweg zu den Bird Watching Adventures auf Libong und die Bergstraßen auf Phangan alle auf der linken Arschbacke abgefahren hatten, konnte uns so ein Hügelchen nicht mehr schocken. Mit einem müden Lächeln auf den Lippen konnten wir also die Schmach des nicht gefundenen Caches ausbügeln. Danach waren wir im Gruselrestaurant am Berg essen. Als wir den besagten Gecko Club anpeilten, ahnte ich noch nicht wie sehr ein klotziger, weißer Bau in den Bergen alleine den Vibe versprühen konnte, dass wir dort die ein oder anderen Niere lassen würden. Aber entgegen meiner Erwartungen hatten wir nicht nur alle Organe behalten, sondern bekamen auch leidlich gutes Essen und einen schicken Ausblick geboten. Aber echt, dieses Ding hat mich an so Abenteuerbücher aus meiner Kindheit erinnert (diese Ian Livingstone Dinger, von wegen "Wenn du das Gruselhaus betrittst gehe auf Seite so-und-so"). Da gab es auf jeden Fall auch so eine Gruselhaus-Geschichte, und die habe ich nie geschafft. Da bin ich vorher immer umgekommen. So war das da im Gecko Club. Bei unserer ersten Exkursion auf diesem Eiland hatten wir ja nicht so großartige Erfahrungen mit dem Roller gemacht. Jetzt nach vier Wochen Übung mit diesen motorisierten Lasteneseln trauten wir uns auch zu, der viel befahrenen Ring Road und ihrem chaotischen Kreisel mutig zu trotzen. Also war unsere erste Station der Rollerverleih. Bislang war der Fußweg dorthin auch gefühlt die gefährlichste Situation, der wir im Verkehr ausgesetzt waren. Mit einem quasi nigelnagelneuen Roller unterm Hintern genossen wir also erst einmal die Freiheit uns nun zu unseren Konditionen günstig zu bewegen. Die erste Station war der eine Geocache, den wir beinahe beim ersten Besuch schon gefunden hätten: am Ende machte uns die Steigung einen Strich durch die Rechnung, da wir uns nicht sicher genug fühlten diesen Berg hochzufahren. Nun, nachdem wir den unebenen Feldweg zu den Bird Watching Adventures auf Libong und die Bergstraßen auf Phangan alle auf der linken Arschbacke abgefahren hatten, konnte uns so ein Hügelchen nicht mehr schocken. Mit einem müden Lächeln auf den Lippen konnten wir also die Schmach des nicht gefundenen Caches ausbügeln. Danach waren wir im Gruselrestaurant am Berg essen. Als wir den besagten Gecko Club anpeilten, ahnte ich noch nicht wie sehr ein klotziger, weißer Bau in den Bergen alleine den Vibe versprühen konnte, dass wir dort die ein oder anderen Niere lassen würden. Aber entgegen meiner Erwartungen hatten wir nicht nur alle Organe behalten, sondern bekamen auch leidlich gutes Essen und einen schicken Ausblick geboten. Aber echt, dieses Ding hat mich an so Abenteuerbücher aus meiner Kindheit erinnert (diese Ian Livingstone Dinger, von wegen "Wenn du das Gruselhaus betrittst gehe auf Seite so-und-so"). Da gab es auf jeden Fall auch so eine Gruselhaus-Geschichte, und die habe ich nie geschafft. Da bin ich vorher immer umgekommen. So war das da im Gecko Club.
## Illegale Einwanderer... ## Illegale Einwanderer...
Tags darauf nutzten wir die mit dem Roller gewonnene Freiheit um die unfreiheitlichste Unannehmlichkeit anzugehen: Visaverlängerung. Wir cruisten also zur lokalen Immigration. Wie erwartet war da natürlich die Hölle los, insbesondere da das Office wohl die letzten drei Tage wegen Feiertagen zu hatte. Wir versuchten Infos über das Prozedere zu erhalten, am offiziellen Schalter leider nur so semi-erfolgreich. Der heiße Tipp unter den anderen Opfern war natürlich: geht zu nem Visa Agent, der macht das alles klar. Aber irgendwie, da wir ja nur 5 Tage extra brauchten, war dann das Kosten-Nutzen-Verhältnis nicht mehr so richtig gegeben: pro Tag Overstay zahlt man wohl 500 Baht Strafe, und erst ab 90 Tagen Overstay gibt es ein einjähriges Einreiseverbot als zusätzliche Strafe. Bis dahin wollten wir ja aber gar nicht bleiben. Daher musste jede Lösung und der damit einhergehende Zeitaufwand sich mit dem 10.000 Baht Benchmark (einfach stumpf die Strafe zahlen) messen. Da die Extension mit 1.900 Baht pro Person zu Buche schlägt und man noch Kosten für die Passkopien und Fotos einplanen muss, ist schon die selbst durchgeführte Visa Extension eigentlich sinnlos. Lange Rede, gar kein Sinn: Agent war raus. Zwischenzeitlich ergab eine Recherche, dass Kinder wohl gar keine Strafzahlungen bei Overstay zu befürchten haben...die Beiden bleiben also testweise mal illegal im Land. Wir haben dann mal Fotos gemacht und Pässe kopiert und alle weiteren Unterlagen mitgenommen. Tags darauf nutzten wir die mit dem Roller gewonnene Freiheit, um die unfreiheitlichste Unannehmlichkeit anzugehen: Visaverlängerung. Wir cruisten also zur lokalen Immigration. Wie erwartet war da natürlich die Hölle los, insbesondere da das Office wohl die letzten drei Tage wegen Feiertagen zu hatte. Wir versuchten Infos über das Prozedere zu erhalten, am offiziellen Schalter leider nur so semi-erfolgreich. Der heiße Tipp unter den anderen Opfern war natürlich: geht zu nem Visa Agent, der macht das alles klar. Aber irgendwie, da wir ja nur 5 Tage extra brauchten, war dann das Kosten-Nutzen-Verhältnis nicht mehr so richtig gegeben: pro Tag Overstay zahlt man wohl 500 Baht Strafe, und erst ab 90 Tagen Overstay gibt es ein einjähriges Einreiseverbot als zusätzliche Strafe. Bis dahin wollten wir ja aber gar nicht bleiben. Daher musste jede Lösung und der damit einhergehende Zeitaufwand sich mit dem 10.000 Baht Benchmark (einfach stumpf die Strafe zahlen) messen. Da die Extension mit 1.900 Baht pro Person zu Buche schlägt und man noch Kosten für die Passkopien und Fotos einplanen muss, ist schon die selbst durchgeführte Visa Extension eigentlich sinnlos. Lange Rede, gar kein Sinn: Agent war raus. Zwischenzeitlich ergab eine Recherche, dass Kinder wohl gar keine Strafzahlungen bei Overstay zu befürchten haben...die Beiden bleiben also testweise mal illegal im Land. Wir haben dann mal Fotos gemacht und Pässe kopiert und alle weiteren Unterlagen mitgenommen.
![Nimue gibt bei der Immigration auf](giving_up_at_immigration.jpg)
## ...und dann beinahe auch noch Sozialschmarotzer ## ...und dann beinahe auch noch Sozialschmarotzer
Nach dem Aufenthalt bei der Immigration zogen wir an den Strand. Dort harrten wir dann im Schatten einer Palme die Mittagshitze aus, unterbrochen von kurzen Abkühlungen im Meer. Das war schön. Schließlich prügelten uns jedoch die "Hunger"-Schreie von Nimue und unseren Mägen in die glühende Sonne hinaus. Essen gab es bei Bao Bao, das war lecker, die Getränke waren noch leckerer und plötzlich fiel uns auf: wir haben unser Geld und unsere Kreditkarte vermutlich am Strand vergessen. Kurze Aufregung, Täschi nahe am Herzinfarkt, aber eine beherzte Rollerfahrt später konnte nach dreimaligen daran Vorbeilaufen die sandfarbene Tasche mit unserer Reisekasse im Sand erspäht werden. Also konnten wir das Essen bezahlen und mussten nicht Teller abwaschen. Nach diesem Schock wollten wir das Adrenalinlevel halten und machten uns auf den Weg in die crazy steilen Berge. Ein Test für unseren Miniscooter mit vier Mitfahrern und v.a. seine Bremsen. Aber es ging hervorragend und wir nahmen noch einen Drink an einem der vielen Wasserfälle ein, die aufgrund der ausgefallenen Regenzeit alle nicht ernsthaft Wasser mitführen. Dort gab es schicke Plattformen auf Bäumen, ein bisschen Myst Baumlevel Styles, nur mit mehr NPCs. Nimue hatte Spaß auf einer der Hängebrücken und sie und ich haben dann noch eine Wanderung zum Wasserrinnsal unternommen. Die Steine deuteten schon an, dass es ein echt beeindruckender Wasserfall hätte sein können, aber immerhin reichte es dazu seinen Kopf nach dem steilen Aufstieg darunterzuhalten. Zurück im Hotel blieb eigentlich nichts mehr, außer die Kids zum Schlafen abzulegen. Nach dem Aufenthalt bei der Immigration zogen wir an den Strand. Dort harrten wir dann im Schatten einer Palme die Mittagshitze aus, unterbrochen von kurzen Abkühlungen im Meer. Das war schön. Schließlich prügelten uns jedoch die "Hunger"-Schreie von Nimue und unseren Mägen in die glühende Sonne hinaus. Essen gab es bei Bao Bao, das war lecker, die Getränke waren noch leckerer und plötzlich fiel uns auf: wir haben unser Geld und unsere Kreditkarte vermutlich am Strand vergessen. Kurze Aufregung, Täschi nahe am Herzinfarkt, aber eine beherzte Rollerfahrt später konnte nach dreimaligen daran Vorbeilaufen die sandfarbene Tasche mit unserer Reisekasse im Sand erspäht werden. Also konnten wir das Essen bezahlen und mussten nicht Teller abwaschen. Nach diesem Schock wollten wir das Adrenalinlevel halten und machten uns auf den Weg in die crazy steilen Berge. Ein Test für unseren Miniscooter mit vier Mitfahrern und v.a. seine Bremsen. Aber es ging hervorragend und wir nahmen noch einen Drink an einem der vielen Wasserfälle ein, die aufgrund der ausgefallenen Regenzeit alle nicht ernsthaft Wasser mitführen. Dort gab es schicke Plattformen auf Bäumen, ein bisschen Myst Baumlevel Styles, nur mit mehr NPCs. Nimue hatte Spaß auf einer der Hängebrücken und sie und ich haben dann noch eine Wanderung zum Wasserrinnsal unternommen. Die Steine deuteten schon an, dass es ein echt beeindruckender Wasserfall hätte sein können, aber immerhin reichte es dazu seinen Kopf nach dem steilen Aufstieg darunterzuhalten. Zurück im Hotel blieb eigentlich nichts mehr, außer die Kids zum Schlafen abzulegen.
@@ -31,11 +39,33 @@ Tags darauf war wieder nichts zu holen. Wir hatten kein Bock auf Anstehen bei Im
Am Donnerstag hatten wir von dem einen ruhigen Tag dann schon wieder Lagerkoller in unserem Luxusresort, also trieb ich die Familie direkt nach dem Frühstück auf den Roller. Der erste Stopp war dann am letzten Tag unseres Visums die Immigration, wo wir zumindest für Täschi und mich eine Verlängerung klarmachten. Das ging dann auch leidlich schnell und kurz vor 12 waren wir bereit für das große Abenteuer des Tages. Als Ziel hatte ich einen Geocache im Hochgebirge der Insel auserkoren. Von der Karte her sah es gar nicht so schwer aus, an dem Wasserfall von vorgestern vorbei die vermeintlich asphaltierte Straße immer weiter hinauf. Die aufkommenden Warnungen, dass man doch bitte nicht mit Automatik Motorrädern da hoch sollte, und vielleicht auch nur mit geländetauglichen Fahrzeugen generell, schlugen wir getrost in den Wind. Die Strecke wurde steiler und steiler und es gab sogar einen Abschnitt, wo selbst die Thais mal Serpentinen gebaut haben und nicht nur stumpf die Straße geradeaus den Hang hinauf. Es folgten die ersten unasphaltierten Abschnitte, die uns aber auch nicht schocken konnten. Unsere tüchtige 80cc Maschine röhrte aus dem letzten Loch um uns vier da hochzubugsieren, aber immerhin die steilen Abschnitte waren dann immer wieder asphaltiert. Am Donnerstag hatten wir von dem einen ruhigen Tag dann schon wieder Lagerkoller in unserem Luxusresort, also trieb ich die Familie direkt nach dem Frühstück auf den Roller. Der erste Stopp war dann am letzten Tag unseres Visums die Immigration, wo wir zumindest für Täschi und mich eine Verlängerung klarmachten. Das ging dann auch leidlich schnell und kurz vor 12 waren wir bereit für das große Abenteuer des Tages. Als Ziel hatte ich einen Geocache im Hochgebirge der Insel auserkoren. Von der Karte her sah es gar nicht so schwer aus, an dem Wasserfall von vorgestern vorbei die vermeintlich asphaltierte Straße immer weiter hinauf. Die aufkommenden Warnungen, dass man doch bitte nicht mit Automatik Motorrädern da hoch sollte, und vielleicht auch nur mit geländetauglichen Fahrzeugen generell, schlugen wir getrost in den Wind. Die Strecke wurde steiler und steiler und es gab sogar einen Abschnitt, wo selbst die Thais mal Serpentinen gebaut haben und nicht nur stumpf die Straße geradeaus den Hang hinauf. Es folgten die ersten unasphaltierten Abschnitte, die uns aber auch nicht schocken konnten. Unsere tüchtige 80cc Maschine röhrte aus dem letzten Loch um uns vier da hochzubugsieren, aber immerhin die steilen Abschnitte waren dann immer wieder asphaltiert.
Bis wir uns dann vor dem nächsten steilen Stück auch von dieser Theorie enttäuscht sahen. Geknickt musste ich einsehen, dass dieser Abschnitt dann doch nicht mehr zu machen war. Daher haben wir den einen auserkorenen Abenteuercache dann nicht erreichen können. Da ich aber ungerne eine Strecke wieder zurückfahre, ließ ich mir vom Kartenorakel eine andere Strecke ausspucken, die uns zum Cache am Magic Garden auf der Südseite des Gebirges führen sollte. Die Strecke hatte es dann auch in sich, und nachdem uns eine Thaifrau aus ihrem Jeep zu verstehen gegeben hatte, dass wir da mit unserem Schimmelroller nicht langfahren sollten, waren wir auch kurz davor noch einmal umzudrehen und aufzugeben. Als wir noch mit uns haderten kam zum Glück ein anderer Local auf seinem Moped angeheizt und meinte "easy, easy, just drive". Na gut, mit dieser Ermunterung konnte es ja nicht so schlimm sein. Bis wir uns dann vor dem nächsten steilen Stück auch von dieser Theorie enttäuscht sahen. Geknickt musste ich einsehen, dass dieser Abschnitt dann doch nicht mehr zu machen war. Daher haben wir den einen auserkorenen Abenteuercache dann nicht erreichen können. Da ich aber ungerne eine Strecke wieder zurückfahre, ließ ich mir vom Kartenorakel eine andere Strecke ausspucken, die uns zum Cache am Magic Garden auf der Südseite des Gebirges führen sollte. Die Strecke hatte es dann auch in sich, und nachdem uns eine Thaifrau aus ihrem Jeep zu verstehen gegeben hatte, dass wir da mit unserem Schimmelroller nicht langfahren sollten, waren wir auch kurz davor noch einmal umzudrehen und aufzugeben. Als wir noch mit uns haderten, kam zum Glück ein anderer Local auf seinem Moped angeheizt und meinte "easy, easy, just drive". Na gut, mit dieser Ermunterung konnte es ja nicht so schlimm sein.
Also ging es auf Feldwegen durch Wasserlöcher auf der Gasse durchs Gebirge. Beim der ersten Straße unter Wasser erkundete Täschi noch todesmutig zu Fuß, wie tief das Wasser stand. Beim zweiten waren wir schon alles gewohnt und heizten einfach durch. Eine verirrte deutsche Familie in ihrem Mietwagen kam uns noch entgegen, mit deren Auto wäre ich da aber auch ungerne auf diesen Feldwegen verloren gewesen. Aber irgendwann wurden die Straßen wieder breiter und wir machten Siegespause bei einem netten Café mit richtig schönem Blick über die Hügel bis zum Meer mit wunderschönen Blautönen. Also ging es auf Feldwegen durch Wasserlöcher auf der Gasse durchs Gebirge. Bei der ersten Straße unter Wasser erkundete Täschi noch todesmutig zu Fuß, wie tief das Wasser stand. Beim zweiten waren wir schon alles gewohnt und heizten einfach durch. Eine verirrte deutsche Familie in ihrem Mietwagen kam uns noch entgegen, mit deren Auto wäre ich da aber auch ungerne auf diesen Feldwegen verloren gewesen. Aber irgendwann wurden die Straßen wieder breiter und wir machten Siegespause bei einem netten Café mit richtig schönem Blick über die Hügel bis zum Meer mit wunderschönen Blautönen.
Der Magic Garden Cache wurde dann geloggt, der Garden selbst war so mäßig magic. Aber zumindest waren es spannende Kletterpartien für Nimue und eine Abkühlung im Gebirgsbach. Bei der Abschlusscola lernten wir dann eine andere deutsche Familie kennen, die in äußerst ähnlicher Konfiguration (mit 4monatiger Tochter und 2,5jährigen Sohn) unterwegs waren. Wir tauschten uns darüber aus wie anstrengend Urlaub mit Kindern ist und stellten fest, dass wir im selben Flieger nach Frankfurt fliegen werden. Der Magic Garden Cache wurde dann geloggt, der Garden selbst war so mäßig magic. Aber zumindest waren es spannende Kletterpartien für Nimue und eine Abkühlung im Gebirgsbach. Bei der Abschlusscola lernten wir dann eine andere deutsche Familie kennen, die in äußerst ähnlicher Konfiguration (mit 4monatiger Tochter und 2,5jährigen Sohn) unterwegs waren. Wir tauschten uns darüber aus wie anstrengend Urlaub mit Kindern ist und stellten fest, dass wir im selben Flieger nach Frankfurt fliegen werden.
Auf dem nun leider sehr langen Weg zurück ins Hotel machten wir dann noch Abendessenspause (leider wieder italienisch, aber da gerade Berufsverkehr war, wollten wir kurzfristig einfach ins nächste Restaurant, um den Stau auszusitzen). Nach einem Supply Run (Windeln und Spülzeug für Naels Flasche bei 7Eleven, außerdem Maracuja Shakes) versuchten wir die Kinder zum Schlafen zu bewegen. Nael hatte leider ca. den ganzen Tag auf dem Roller gepennt, daher war er erst um 22 Uhr abzulegen, aber ansonsten ein sehr gelungener Abenteuertag. Auf dem nun leider sehr langen Weg zurück ins Hotel machten wir dann noch Abendessenspause (leider wieder italienisch, aber da gerade Berufsverkehr war, wollten wir kurzfristig einfach ins nächste Restaurant, um den Stau auszusitzen). Nach einem Supply Run (Windeln und Spülzeug für Naels Flasche bei 7Eleven, außerdem Maracuja Shakes) versuchten wir die Kinder zum Schlafen zu bewegen. Nael hatte leider ca. den ganzen Tag auf dem Roller gepennt, daher war er erst um 22 Uhr abzulegen, aber ansonsten ein sehr gelungener Abenteuertag.
## Nasses neues Jahr
Es folgten wieder einige eher unspektakuläre Tage. Gebeutelt von schlechten Nächten und dem zunehmend unerträglich heißen Wetter blieben wir quasi 2 Tage in und ums Hotel (vielleicht war es auch nur einer, vielleicht waren es drei - alles verschwimmt in der Anstrengung).
Ein großes Highlight, das uns völlig unbedarft überraschte, war noch Sakrong - Thailands Neujahrsfest. Geboren aus der urigen Tradition ritueller Waschungen, gleicht dieser Tag mittlerweile einer landesweiten Wasserschlacht. Besonders wild und dadurch auch Magnet für Touristen geht es auf Samui zu. Eine kleine Vorwarnung hätte mein vorabendlicher Besuch im 7Eleven sein können: Heerscharen von Menschen versammelten sich rund um die feilgebotenen Wasserpistolen. Ich machte mir nichts daraus. Der Morgen fing auch noch harmlos an: eine Prozession von traditionell gekleideten Thais marschierte mit Trommeln durchs Hotel. Wir wurden mit Blumenwasser besprenkelt und es gab eine weiße Paste ins Gesicht - so weit, so harmlos.
Als wir dann aber unsere Dreckwäsche schulterten, um mit dem Roller in den Waschsalon zu fahren hat es uns - im wahrsten Sinne des Wortes - eiskalt erwischt: die gesamten Straßen waren gesäumt von Menschentrauben, die sich gegenseitig und auch den fahrenden Verkehr mit Wasser überschütteten. Es spritzte aus Pistolen, es regnete aus Eimern und Kübeln, die Straße und wir waren klitschnass. Besonders fies: viele lassen es sich nicht nehmen, ihre Wasservorräte auf Eistemperaturen zu kühlen. Extra dafür fahren auch Lkw beladen mit Eisquadern durch die Stadt, um die Tatwaffen auf Temperatur zu halten. So kamen wir also nass im Waschsalon an. Als wir die Wäsche gestartet hatten und schon wieder etwas getrocknet waren, machte ich mich mit Nimue auf die Suche nach Cola. Was soll ich sagen? Wir kamen erneut komplett nass am Waschsalon an. Der Regenschutz vom Wäschetransportrucksack verhinderte dann zumindest, dass die gerade getrocknete Wäsche wieder nass im Hotel ankam.
Am Hotel selbst hatte das Personal auch für das eigene Amusement eine Nassmachstation aufgebaut. Nimue bekam eine Wasserpistole und Täschi und ich entleerten Kübel und Schüsseln über den vorbeibrausenden Verkehr. Jeder Pickup der Insel schien in Benutzung und die Crowd am Straßenrand bekam wiederum von den Ladeflächen ihre Abkühlung in Form von Eiswasser verpasst.
Irgendwann fand Nimue es nicht mehr besonders amüsant überschüttet zu werden und wir verbarrikadierten uns im Hotel. Leider muss man nämlich auch sagen, dass die Straßen zu diesem Fest nicht ganz sicher sind. Zunächst einmal ist es nicht besonders einfach auf den nassen Straßen konzentriert zu bleiben, insbesondere nicht, wenn man Wasser nahe am Gefrierpunkt in den Nacken bekommt. Außerdem wird standesgemäß wohl auch viel getrunken - es ist schließlich Neujahr. Und so waren auch ähnlich wie bei uns zu Silvester viele, viele Krankenwägen unterwegs. Bei der Recherche über die Hintergründe stieß ich dann auch auf den traurigen Fakt, dass neben den stark ansteigenden Unfallzahlen (30.000 zusätzliche Verletzte im Straßenverkehr) auch eigentlich akut eine starke Wasserknappheit auf Samui herrscht. Das lokale Ökosystem konnte also eigentlich mit den Festivitäten gar nicht umgehen, und die Locals verzichten auf mehrere Tage Wasser aus der Leitung, um die Touristen zu amüsieren. Da wir nicht mehr nass werden wollten, trauten wir uns also erst spät zum Essen und stellten erleichtert fest, dass nach Einbruch der Dunkelheit keine Wassergangs mehr auf den Straßen unterwegs waren.
![Täschi schüttet Wasser auf vorbeifahrenden Roller](sakrong_water_festival.JPG)
## Die letzten Tage von Samui (für uns)
Viel Erwähnenswertes passierte nach diesem aufregenden Fest nicht mehr. Abends waren wir noch einmal lang genug unterwegs, um die vollständige Feuershow im Hotelrestaurant anzusehen (beeindruckend). Wir wollten einen Cache am Strand machen (wie sich herausstellte der lokale FKK-Strand), allerdings war es deutlich zu heiß und wir brachen frühzeitig die Zelte ab (schade). Einen Tag wagten wir uns zwecks cachen noch einmal auf eine Bergroute (richtig schöne Strecke), die in Lamai endete. Dort entdeckten wir dank Caching ein crazy schnuckeliges Hippie Resort und ärgerten uns fast schon, dass wir in unserem Luxusschuppen festsaßen. Immerhin konnten wir so aber die Anzahl der gefundenen Caches auf Samui noch einmal mir nichts, dir nichts verdoppeln.
Am 16. April hieß es dann schließlich packen und Thailand verlassen. Natürlich machte sich ab dann eine gewisse Melancholie breit, obwohl einige der letzten Tage sich wiederum eher nach "wir warten, dass es endlich losgeht" anfühlten (wegen Hitze, der Notwendigkeit vor ebendieser zu fliehen und dem damit einhergehenden nörgeligen Kindern und unruhigen Nächten). Der Abendflug nach Bangkok ging ereignislos vorüber. In Bangkok selbst sollte der Flieger nach Frankfurt erst um 23:45 gehen, das war natürlich eine tödliche Zeit für Nimues Schlafrhythmus. Aber erstaunlicherweise, nach den üblichen Einschlafproblemen noch am Gate, ging der Flug dann was die Kinder angeht sehr glimpflich über die Bühne. Täschi und ich haben dann zwar quasi gar nicht geschlafen, da wir diesmal wieder erwarten nur eine ganz normale Sitzreihe mit den beiden Kids hatten und Nael dadurch keinen designierten Platz bekam. Alles in allem kamen wir aber weniger aufgelöst in Frankfurt an, als wir dachten. Diesdas, Taxi, yadda yadda, Auto bei den Großeltern abgeholt, blabla, Mittagsschlaf, wieder daheim.
Schön war's!
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