diff --git a/.vscode/ltex.dictionary.de-DE.txt b/.vscode/ltex.dictionary.de-DE.txt index e9c2338..1acf36e 100644 --- a/.vscode/ltex.dictionary.de-DE.txt +++ b/.vscode/ltex.dictionary.de-DE.txt @@ -2,3 +2,4 @@ Longtail Nimue Nael Täschi +crazy diff --git a/content/blog/2024/04/samui-sweet-samui/contemplating_vacation_on_tarmac.jpg b/content/blog/2024/04/samui-sweet-samui/contemplating_vacation_on_tarmac.jpg new file mode 100644 index 0000000..74ebfc2 Binary files /dev/null and b/content/blog/2024/04/samui-sweet-samui/contemplating_vacation_on_tarmac.jpg differ diff --git a/content/blog/2024/04/samui-sweet-samui/giving_up_at_immigration.jpg b/content/blog/2024/04/samui-sweet-samui/giving_up_at_immigration.jpg new file mode 100644 index 0000000..9c59933 Binary files /dev/null and b/content/blog/2024/04/samui-sweet-samui/giving_up_at_immigration.jpg differ diff --git a/content/blog/2024/04/samui-sweet-samui/index.md b/content/blog/2024/04/samui-sweet-samui/index.md index a3e1a37..cbe67eb 100644 --- a/content/blog/2024/04/samui-sweet-samui/index.md +++ b/content/blog/2024/04/samui-sweet-samui/index.md @@ -3,6 +3,9 @@ title: "Samui Sweet Samui" date: 2024-04-09T15:38:23+02:00 draft: false tags: ['Thailand', 'Reise'] +resources: + - name: header + src: mountain_road_view.jpg --- Nachdem wir keinen Bock mehr auf die einzige Straße auf Libong hatten, hatten wir noch Zeit für etwa einen Stopp in Thailand. Da unser Visum etwa 5 Tage vorm Rückflug ablief, hatten wir einige wilde Konstellationen durchgespielt. Noch auf Lanta waren wir kurz angetan von der verrückten Idee, einfach vorzeitig aus Thailand zu verschwinden und einen Zwischenstopp auf den Maledieven einzulegen. Das hätte die Visumsproblematik elegant umgangen und den Flug angenehm auf einmal 4 h und dann noch mal 6 h aufgeteilt, ein Segen mit den Kids. Da Thai Airways aber nicht nach Lamé fliegt und wir dadurch unseren Rückflug nicht einfach umbuchen konnten, verwarfen wir diese Option dann doch wieder. @@ -18,12 +21,16 @@ Immerhin war der Transfer nicht so schlimm wie befürchtet: wir entschieden uns So saßen wir also wieder auf der Nordseite von Samui, diesmal aber mit dem grandiosen Versprechen am Ende des Aufenthalts auch eine Meinung zu der Insel entwickelt zu haben. +![Blick von der Fähre nach Samui](on_the_ferry.jpg) + ## Fahrtwind im Haar Bei unserer ersten Exkursion auf diesem Eiland hatten wir ja nicht so großartige Erfahrungen mit dem Roller gemacht. Jetzt nach vier Wochen Übung mit diesen motorisierten Lasteneseln trauten wir uns auch zu, der viel befahrenen Ring Road und ihrem chaotischen Kreisel mutig zu trotzen. Also war unsere erste Station der Rollerverleih. Bislang war der Fußweg dorthin auch gefühlt die gefährlichste Situation, der wir im Verkehr ausgesetzt waren. Mit einem quasi nigelnagelneuen Roller unterm Hintern genossen wir also erst einmal die Freiheit uns nun zu unseren Konditionen günstig zu bewegen. Die erste Station war der eine Geocache, den wir beinahe beim ersten Besuch schon gefunden hätten: am Ende machte uns die Steigung einen Strich durch die Rechnung, da wir uns nicht sicher genug fühlten diesen Berg hochzufahren. Nun, nachdem wir den unebenen Feldweg zu den Bird Watching Adventures auf Libong und die Bergstraßen auf Phangan alle auf der linken Arschbacke abgefahren hatten, konnte uns so ein Hügelchen nicht mehr schocken. Mit einem müden Lächeln auf den Lippen konnten wir also die Schmach des nicht gefundenen Caches ausbügeln. Danach waren wir im Gruselrestaurant am Berg essen. Als wir den besagten Gecko Club anpeilten, ahnte ich noch nicht wie sehr ein klotziger, weißer Bau in den Bergen alleine den Vibe versprühen konnte, dass wir dort die ein oder anderen Niere lassen würden. Aber entgegen meiner Erwartungen hatten wir nicht nur alle Organe behalten, sondern bekamen auch leidlich gutes Essen und einen schicken Ausblick geboten. Aber echt, dieses Ding hat mich an so Abenteuerbücher aus meiner Kindheit erinnert (diese Ian Livingstone Dinger, von wegen "Wenn du das Gruselhaus betrittst gehe auf Seite so-und-so"). Da gab es auf jeden Fall auch so eine Gruselhaus-Geschichte, und die habe ich nie geschafft. Da bin ich vorher immer umgekommen. So war das da im Gecko Club. ## Illegale Einwanderer... Tags darauf nutzten wir die mit dem Roller gewonnene Freiheit, um die unfreiheitlichste Unannehmlichkeit anzugehen: Visaverlängerung. Wir cruisten also zur lokalen Immigration. Wie erwartet war da natürlich die Hölle los, insbesondere da das Office wohl die letzten drei Tage wegen Feiertagen zu hatte. Wir versuchten Infos über das Prozedere zu erhalten, am offiziellen Schalter leider nur so semi-erfolgreich. Der heiße Tipp unter den anderen Opfern war natürlich: geht zu nem Visa Agent, der macht das alles klar. Aber irgendwie, da wir ja nur 5 Tage extra brauchten, war dann das Kosten-Nutzen-Verhältnis nicht mehr so richtig gegeben: pro Tag Overstay zahlt man wohl 500 Baht Strafe, und erst ab 90 Tagen Overstay gibt es ein einjähriges Einreiseverbot als zusätzliche Strafe. Bis dahin wollten wir ja aber gar nicht bleiben. Daher musste jede Lösung und der damit einhergehende Zeitaufwand sich mit dem 10.000 Baht Benchmark (einfach stumpf die Strafe zahlen) messen. Da die Extension mit 1.900 Baht pro Person zu Buche schlägt und man noch Kosten für die Passkopien und Fotos einplanen muss, ist schon die selbst durchgeführte Visa Extension eigentlich sinnlos. Lange Rede, gar kein Sinn: Agent war raus. Zwischenzeitlich ergab eine Recherche, dass Kinder wohl gar keine Strafzahlungen bei Overstay zu befürchten haben...die Beiden bleiben also testweise mal illegal im Land. Wir haben dann mal Fotos gemacht und Pässe kopiert und alle weiteren Unterlagen mitgenommen. +![Nimue gibt bei der Immigration auf](giving_up_at_immigration.jpg) + ## ...und dann beinahe auch noch Sozialschmarotzer Nach dem Aufenthalt bei der Immigration zogen wir an den Strand. Dort harrten wir dann im Schatten einer Palme die Mittagshitze aus, unterbrochen von kurzen Abkühlungen im Meer. Das war schön. Schließlich prügelten uns jedoch die "Hunger"-Schreie von Nimue und unseren Mägen in die glühende Sonne hinaus. Essen gab es bei Bao Bao, das war lecker, die Getränke waren noch leckerer und plötzlich fiel uns auf: wir haben unser Geld und unsere Kreditkarte vermutlich am Strand vergessen. Kurze Aufregung, Täschi nahe am Herzinfarkt, aber eine beherzte Rollerfahrt später konnte nach dreimaligen daran Vorbeilaufen die sandfarbene Tasche mit unserer Reisekasse im Sand erspäht werden. Also konnten wir das Essen bezahlen und mussten nicht Teller abwaschen. Nach diesem Schock wollten wir das Adrenalinlevel halten und machten uns auf den Weg in die crazy steilen Berge. Ein Test für unseren Miniscooter mit vier Mitfahrern und v.a. seine Bremsen. Aber es ging hervorragend und wir nahmen noch einen Drink an einem der vielen Wasserfälle ein, die aufgrund der ausgefallenen Regenzeit alle nicht ernsthaft Wasser mitführen. Dort gab es schicke Plattformen auf Bäumen, ein bisschen Myst Baumlevel Styles, nur mit mehr NPCs. Nimue hatte Spaß auf einer der Hängebrücken und sie und ich haben dann noch eine Wanderung zum Wasserrinnsal unternommen. Die Steine deuteten schon an, dass es ein echt beeindruckender Wasserfall hätte sein können, aber immerhin reichte es dazu seinen Kopf nach dem steilen Aufstieg darunterzuhalten. Zurück im Hotel blieb eigentlich nichts mehr, außer die Kids zum Schlafen abzulegen. @@ -40,3 +47,25 @@ Der Magic Garden Cache wurde dann geloggt, der Garden selbst war so mäßig magi Auf dem nun leider sehr langen Weg zurück ins Hotel machten wir dann noch Abendessenspause (leider wieder italienisch, aber da gerade Berufsverkehr war, wollten wir kurzfristig einfach ins nächste Restaurant, um den Stau auszusitzen). Nach einem Supply Run (Windeln und Spülzeug für Naels Flasche bei 7Eleven, außerdem Maracuja Shakes) versuchten wir die Kinder zum Schlafen zu bewegen. Nael hatte leider ca. den ganzen Tag auf dem Roller gepennt, daher war er erst um 22 Uhr abzulegen, aber ansonsten ein sehr gelungener Abenteuertag. +## Nasses neues Jahr + +Es folgten wieder einige eher unspektakuläre Tage. Gebeutelt von schlechten Nächten und dem zunehmend unerträglich heißen Wetter blieben wir quasi 2 Tage in und ums Hotel (vielleicht war es auch nur einer, vielleicht waren es drei - alles verschwimmt in der Anstrengung). + +Ein großes Highlight, das uns völlig unbedarft überraschte, war noch Sakrong - Thailands Neujahrsfest. Geboren aus der urigen Tradition ritueller Waschungen, gleicht dieser Tag mittlerweile einer landesweiten Wasserschlacht. Besonders wild und dadurch auch Magnet für Touristen geht es auf Samui zu. Eine kleine Vorwarnung hätte mein vorabendlicher Besuch im 7Eleven sein können: Heerscharen von Menschen versammelten sich rund um die feilgebotenen Wasserpistolen. Ich machte mir nichts daraus. Der Morgen fing auch noch harmlos an: eine Prozession von traditionell gekleideten Thais marschierte mit Trommeln durchs Hotel. Wir wurden mit Blumenwasser besprenkelt und es gab eine weiße Paste ins Gesicht - so weit, so harmlos. + +Als wir dann aber unsere Dreckwäsche schulterten, um mit dem Roller in den Waschsalon zu fahren hat es uns - im wahrsten Sinne des Wortes - eiskalt erwischt: die gesamten Straßen waren gesäumt von Menschentrauben, die sich gegenseitig und auch den fahrenden Verkehr mit Wasser überschütteten. Es spritzte aus Pistolen, es regnete aus Eimern und Kübeln, die Straße und wir waren klitschnass. Besonders fies: viele lassen es sich nicht nehmen, ihre Wasservorräte auf Eistemperaturen zu kühlen. Extra dafür fahren auch Lkw beladen mit Eisquadern durch die Stadt, um die Tatwaffen auf Temperatur zu halten. So kamen wir also nass im Waschsalon an. Als wir die Wäsche gestartet hatten und schon wieder etwas getrocknet waren, machte ich mich mit Nimue auf die Suche nach Cola. Was soll ich sagen? Wir kamen erneut komplett nass am Waschsalon an. Der Regenschutz vom Wäschetransportrucksack verhinderte dann zumindest, dass die gerade getrocknete Wäsche wieder nass im Hotel ankam. + +Am Hotel selbst hatte das Personal auch für das eigene Amusement eine Nassmachstation aufgebaut. Nimue bekam eine Wasserpistole und Täschi und ich entleerten Kübel und Schüsseln über den vorbeibrausenden Verkehr. Jeder Pickup der Insel schien in Benutzung und die Crowd am Straßenrand bekam wiederum von den Ladeflächen ihre Abkühlung in Form von Eiswasser verpasst. + +Irgendwann fand Nimue es nicht mehr besonders amüsant überschüttet zu werden und wir verbarrikadierten uns im Hotel. Leider muss man nämlich auch sagen, dass die Straßen zu diesem Fest nicht ganz sicher sind. Zunächst einmal ist es nicht besonders einfach auf den nassen Straßen konzentriert zu bleiben, insbesondere nicht, wenn man Wasser nahe am Gefrierpunkt in den Nacken bekommt. Außerdem wird standesgemäß wohl auch viel getrunken - es ist schließlich Neujahr. Und so waren auch ähnlich wie bei uns zu Silvester viele, viele Krankenwägen unterwegs. Bei der Recherche über die Hintergründe stieß ich dann auch auf den traurigen Fakt, dass neben den stark ansteigenden Unfallzahlen (30.000 zusätzliche Verletzte im Straßenverkehr) auch eigentlich akut eine starke Wasserknappheit auf Samui herrscht. Das lokale Ökosystem konnte also eigentlich mit den Festivitäten gar nicht umgehen, und die Locals verzichten auf mehrere Tage Wasser aus der Leitung, um die Touristen zu amüsieren. Da wir nicht mehr nass werden wollten, trauten wir uns also erst spät zum Essen und stellten erleichtert fest, dass nach Einbruch der Dunkelheit keine Wassergangs mehr auf den Straßen unterwegs waren. + +![Täschi schüttet Wasser auf vorbeifahrenden Roller](sakrong_water_festival.JPG) + +## Die letzten Tage von Samui (für uns) + +Viel Erwähnenswertes passierte nach diesem aufregenden Fest nicht mehr. Abends waren wir noch einmal lang genug unterwegs, um die vollständige Feuershow im Hotelrestaurant anzusehen (beeindruckend). Wir wollten einen Cache am Strand machen (wie sich herausstellte der lokale FKK-Strand), allerdings war es deutlich zu heiß und wir brachen frühzeitig die Zelte ab (schade). Einen Tag wagten wir uns zwecks cachen noch einmal auf eine Bergroute (richtig schöne Strecke), die in Lamai endete. Dort entdeckten wir dank Caching ein crazy schnuckeliges Hippie Resort und ärgerten uns fast schon, dass wir in unserem Luxusschuppen festsaßen. Immerhin konnten wir so aber die Anzahl der gefundenen Caches auf Samui noch einmal mir nichts, dir nichts verdoppeln. + +Am 16. April hieß es dann schließlich packen und Thailand verlassen. Natürlich machte sich ab dann eine gewisse Melancholie breit, obwohl einige der letzten Tage sich wiederum eher nach "wir warten, dass es endlich losgeht" anfühlten (wegen Hitze, der Notwendigkeit vor ebendieser zu fliehen und dem damit einhergehenden nörgeligen Kindern und unruhigen Nächten). Der Abendflug nach Bangkok ging ereignislos vorüber. In Bangkok selbst sollte der Flieger nach Frankfurt erst um 23:45 gehen, das war natürlich eine tödliche Zeit für Nimues Schlafrhythmus. Aber erstaunlicherweise, nach den üblichen Einschlafproblemen noch am Gate, ging der Flug dann was die Kinder angeht sehr glimpflich über die Bühne. Täschi und ich haben dann zwar quasi gar nicht geschlafen, da wir diesmal wieder erwarten nur eine ganz normale Sitzreihe mit den beiden Kids hatten und Nael dadurch keinen designierten Platz bekam. Alles in allem kamen wir aber weniger aufgelöst in Frankfurt an, als wir dachten. Diesdas, Taxi, yadda yadda, Auto bei den Großeltern abgeholt, blabla, Mittagsschlaf, wieder daheim. + +Schön war's! + diff --git a/content/blog/2024/04/samui-sweet-samui/laundry_service.jpg b/content/blog/2024/04/samui-sweet-samui/laundry_service.jpg new file mode 100644 index 0000000..88eda53 Binary files /dev/null and b/content/blog/2024/04/samui-sweet-samui/laundry_service.jpg differ diff --git a/content/blog/2024/04/samui-sweet-samui/magic_garden.jpg b/content/blog/2024/04/samui-sweet-samui/magic_garden.jpg new file mode 100644 index 0000000..c8fb109 Binary files /dev/null and b/content/blog/2024/04/samui-sweet-samui/magic_garden.jpg differ diff --git a/content/blog/2024/04/samui-sweet-samui/mountain_road_view.jpg b/content/blog/2024/04/samui-sweet-samui/mountain_road_view.jpg new file mode 100644 index 0000000..5b9262b Binary files /dev/null and b/content/blog/2024/04/samui-sweet-samui/mountain_road_view.jpg differ diff --git a/content/blog/2024/04/samui-sweet-samui/on_the_ferry.jpg b/content/blog/2024/04/samui-sweet-samui/on_the_ferry.jpg new file mode 100644 index 0000000..7e0863c Binary files /dev/null and b/content/blog/2024/04/samui-sweet-samui/on_the_ferry.jpg differ diff --git a/content/blog/2024/04/samui-sweet-samui/sakrong_water_attack.JPG b/content/blog/2024/04/samui-sweet-samui/sakrong_water_attack.JPG new file mode 100644 index 0000000..2f98856 Binary files /dev/null and b/content/blog/2024/04/samui-sweet-samui/sakrong_water_attack.JPG differ diff --git a/content/blog/2024/04/samui-sweet-samui/sakrong_water_festival.JPG b/content/blog/2024/04/samui-sweet-samui/sakrong_water_festival.JPG new file mode 100644 index 0000000..9c7bf50 Binary files /dev/null and b/content/blog/2024/04/samui-sweet-samui/sakrong_water_festival.JPG differ diff --git a/themes/bluewater/layouts/index.html b/themes/bluewater/layouts/index.html index d8fd1c1..7bd699b 100644 --- a/themes/bluewater/layouts/index.html +++ b/themes/bluewater/layouts/index.html @@ -2,15 +2,16 @@ {{ $p := where site.RegularPages "Type" "blog" }}
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