Rechtschreibkorrekturen
Deploy Hugo Site / Deploy Batch Tools on beta.batch.tools (push) Successful in 7m56s
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@@ -45,7 +45,7 @@ Ein Foto, das man definitiv immer zu Gesicht bekommt, wenn es um Réunion geht,
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Ein bisschen ängstlich ob der Parkplatzsituation am Wasserfall waren wir (oder: mindestens ich) bei der weiteren Fahrt dann schon, wenn es hier unten an anscheinend unspektakulären Plätzen schon *so* aussah. Aber die Sorge war umsonst. Tatsächlich kamen wir am Parkplatz an und er war leer. Wir stellten also das Auto ab, stiegen aus und froren erstmal. Wir waren so früh, dass das Tal noch im Schatten lag und die 24 Grad ließen uns erstmal frösteln. Täschi verspeiste unser Mittagessen erstmal als Frühstück, weil sie sich ja für's Frühstücken immer zu fein ist. Ohne Proviant saßen wir also frierend um 8:30 in der Nähe des Wasserfalls. Nachdem alles aufgesattelt war, zogen wir los. Wir wollten natürlich unten an das Becken. Der erstbeste Wanderweg führte uns runter an den Fluss - zack - schöner Wasserfall. Nicht *der* Wasserfall, aber schöner Wasserfall. Die Wege waren steil und verlangten uns und Nimue im Besonderen einiges ab. Zum Glück waren wir so früh. Erstens kam uns die "Kälte" nun entgegen, zweitens möchte ich mir gar nicht ausmalen, wie die Gegend bei üblichen Tourimengen aussieht. Ich vermute großen Stau auf den engen, steilen Pfaden.
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Wir tasteten uns also vorsichtig dem Oberlauf des Flusses entgegen. Langsam und mühsam ging es vorwärts, doch irgendwann endete der Weg leider in einer Sackgasse. Immerhin an einem weiteren schönen Wasserfall. Also noch mal hoch zur Straße. Bei nächster Gelegenheit wieder einbiegen, steile Bergetappe. Schöner Wasserfall, aber Sackgasse. Steilen Berg wieder hoch. Langsam schlich sich die Sonne doch in das Tal, das Thermometer sprang direkt wieder über die 30 Grad Marke. Wir latschten zur Aussichtsplattform. Es war heiß. Nimue wollte mit ihrer Kamera Fotos vom Wasserfall machen, aber verzockte die Bedienung. Das führte natürlich zu einem Anfall. Vor *dem* Signature Fotomotiv der Insel fochten wir also einen Kampf mit unserem Kind aus. In diesem Zustand, dieser Hitze wagten wir keinen erneuten Abstieg. Langsam füllte sich außerdem der Parkplatz und ließ uns Erahnen, was hier noch auf uns zukommen würde. Daher schoss ich nur ein paar lieblose Fotos aus der Hüfte, stopfte das abgekämpfte Kind in die Kraxe und wir latschten zum Auto zurück.
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Wir tasteten uns also vorsichtig dem Oberlauf des Flusses entgegen. Langsam und mühsam ging es vorwärts, doch irgendwann endete der Weg leider in einer Sackgasse. Immerhin an einem weiteren schönen Wasserfall. Also noch mal hoch zur Straße. Bei nächster Gelegenheit wieder einbiegen, steile Bergetappe. Schöner Wasserfall, aber Sackgasse. Steilen Berg wieder hoch. Langsam schlich sich die Sonne doch in das Tal, das Thermometer sprang direkt wieder über die 30 Grad Marke. Wir latschten zur Aussichtsplattform. Es war heiß. Nimue wollte mit ihrer Kamera Fotos vom Wasserfall machen, aber verzockte die Bedienung. Das führte natürlich zu einem Anfall. Vor *dem* Signature Fotomotiv der Insel fochten wir also einen Kampf mit unserem Kind aus. In diesem Zustand und bei dieser Hitze wagten wir keinen erneuten Abstieg. Langsam füllte sich außerdem der Parkplatz und ließ uns erahnen, was hier noch auf uns zukommen würde. Daher schoss ich nur ein paar lieblose Fotos aus der Hüfte, stopfte das abgekämpfte Kind in die Kraxe und wir latschten zum Auto zurück.
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@@ -55,17 +55,17 @@ Besagtes Bassin mitsamt Wasserfall lag allerdings auf der Nordseite der Insel. M
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So cruisten wir also frohen Mutes auf besagter Küstenstraße in den "wilden" Teil der Insel. Die Straße wurde enger, die Orte spärlicher und wir wurden mit besonders schönen Aussichten auf Land und Meer belohnt. Als besonderes Highlight wurden wir über die *~~Crême~~ Grand Brûlée* geführt. Das ist ein Abschnitt, wo der Vulkan derzeiten am liebsten seine Ejakulation ins Wasser fließen lässt. Man fährt also in immer spärlicher bewachsene Gebiete, bis zu einer großen ausgebrannten Fläche, wo auch immer mal die Küstenstraße erneuert werden muss. Sieht schon gespenstisch aus und sollte ein kleiner Vorgeschmack auf die tatsächliche Hochebene des Vulkans werden.
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Irgendwann erreichten wir also unser *Bassin Bœuf*. Der Himmel war zunehmend wolkig und wir wanderten frohen Mutes los. Leideren Mutes los. Zum eigentlichen Bassin hatten wir einen überragenden Ausblick, aber sparten uns den Abstieg aufgrund der allgemeinen immer noch angespannten Stimmung. Am Oberlauf erspähten wir ein schattiges Plätzchen mit kindergeeignetem Einstieg und flachem Wasser. Dort schlugen wir also unser Lage auf, aber es änderte nichts am grundlegenden Gemotze. Niemand wollte ins Wasser, Nael war müde, aber zierte sich ein wenig beim Einschlafen. Nimue langweilte sich und motzte unter anderem über den immer mal wieder einsetzenden Nieselregen. Kekse essen und Steine ins Wasser schmeißen halfen leidlich, irgendwann entdeckte Nimue immerhin das Klettern über die Steine für sich. Schließlich machten wir uns auf den Rückweg, begleitet von kontinuierlichem Gemotze. An der Ferienwohnung folgte wieder eine übereilte Bettverfrachtung.
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Irgendwann erreichten wir also unser *Bassin Bœuf*. Der Himmel war zunehmend wolkig und wir wanderten frohen Mutes los. Zum eigentlichen Bassin hatten wir einen überragenden Ausblick, aber sparten uns den Abstieg aufgrund der allgemeinen immer noch angespannten Stimmung. Am Oberlauf erspähten wir ein schattiges Plätzchen mit kindergeeignetem Einstieg und flachem Wasser. Dort schlugen wir also unser Lager auf, aber es änderte nichts am grundlegenden Gemotze. Niemand wollte ins Wasser, Nael war müde, aber zierte sich ein wenig beim Einschlafen. Nimue langweilte sich und motzte unter anderem über den immer mal wieder einsetzenden Nieselregen. Kekse essen und Steine ins Wasser schmeißen halfen leidlich, irgendwann entdeckte Nimue immerhin das Klettern über die Steine für sich. Schließlich machten wir uns auf den Rückweg, begleitet von kontinuierlichem Gemotze. An der Ferienwohnung folgte wieder eine übereilte Bettverfrachtung.
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## Kriminelle Urlauber
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Der nächste Tag begann wie der letzte endete. Leider war uns zunächst eine unruhige Nacht beschert, das Morgenritual war also direkt angespannter aufgrund allgemeiner Aufgekratztheit und Müdigkeit. Ich merkte schon, dass an diesem Tag bei mir nichts zu holen war. Nael eröffnete direkt mit einem unerklärlichen Ausraster, der irgendwie nicht einzufangen war. Irgenwann fasste sich Täschi ein Herz, stopfte ihn gegen seinen Willen in die Trage und zog mit Nimue zum Pool. Ich war ihr unendlich dankbar, Nael schlief auch relativ schnell ein. Kein Wunder, da er ja nachts kaum geschlafen hatte.
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Der nächste Tag begann so, wie der Letzte endete. Leider war uns zunächst eine unruhige Nacht beschert, das Morgenritual war also direkt angespannter aufgrund allgemeiner Aufgekratztheit und Müdigkeit. Ich merkte schon, dass an diesem Tag bei mir nichts zu holen war. Nael eröffnete direkt mit einem unerklärlichen Ausraster, der irgendwie nicht einzufangen war. Irgendwann fasste sich Täschi ein Herz, stopfte ihn gegen seinen Willen in die Trage und zog mit Nimue zum Pool. Ich war ihr unendlich dankbar, Nael schlief auch relativ schnell ein. Kein Wunder, da er ja nachts kaum geschlafen hatte.
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Da mein Fitnesslevel zu wünschen übrig ließ, spähten wir eine kurze Wanderung mitsamt Strand aus. Der [Piton Grande Anse](https://www.openstreetmap.org/node/4075153619) wollte erklommen werden. Zunächst mussten aber Vorräte aufgefüllt werden, da wir keinerlei Snacks für das Mittagspicknick hatten. Also ab zum Carrefour war die Devise. Einkaufen ist hier immer so eine Sache für sich. Erstens ist alles absurd teuer, aber das ist wohl der Preis, den man zahlt, wenn man sich am Rande der Zivilisation aufhält. Aber die Supermärkte sind meist unendlich riesig, sodass man sich verläuft und v.a. wartet man *immer* zwei Jahrhunderte an den Kassen. Dafür, dass Réunion mit großer Arbeitslosigkeit zu kämpfen hat, wundert man sich, warum ein Supermarkt mit gefühlten 8.000 m² nur eine Kasse öffnet (von 200 Kassen, die es theoretisch gibt). Um den Prozess zu beschleunigen, wollten wir an die Selbstbedienungskasse. Dort wies man uns darauf hin, dass wir mit unserem Wagen nicht durch eben jene Kasse dürfen. Also mussten wir unseren Mittagssnack umpacken in einen kleinen Einkaufswagen. Ich sollte den großen woanders rausfahren (wir wollten ja unseren Euro wieder haben). Ich fuhr den Einkaufswagen also zur Information, wo es auch einen Ausgang gibt. Dort stand eine vom Personal errichtete Barrikade, bestehend aus einem weiteren Einkaufswagen. Besagtes Personal ließ mich nicht an der Barrikade vorbei, ich solle mich mit meinem leeren Einkaufswagen bitte bei der Kasse anstellen, wo schon 400 andere Menschen *mit* Einkäufen anstanden. Ja, äh, wie wäre es mit "Nein, danke"?! Ich schlich unverrichteter Dinge mit meinem Einkaufswagen durch den Laden. Ich wägte meine Optionen. Auf den Euro verzichten und den Wagen einfach stehen lassen? Das hätte mir Täschi vermutlich nie verziehen. Ich brauchte also eine Lösung. Eine Zeit lang umkreiste ich einen leeren Einkaufswagen und spielte mit dem Gedanken, meinen Einkaufswagen einfach an diesem loszuwerden. Aber diese Lösung erschien mir nicht besonders ritterlich. Wie ich also so meine Kreise zog, erspähte ich irgendwann, dass die Barrikade an der Information unbewacht war. In bester Ninja Manier wählte ich einen Anfahrtsweg, der mich möglichst unbeobachtet an die Information heranführte. Bei günstiger Gelegenheit räumte ich die Barrikade und bahnte mir so meinen Weg in die Freiheit. In der Zwischenzeit war Täschi auch beinahe an der Selbstbedienungskasse fertig. Schnell düsten wir in unserem Fluchtauto davon. Als Strafe wussten wir aber, dass wir an diesem Tag *noch einmal* einkaufen mussten. Bei diesen Temperaturen kann man ja leider die regulären Einkäufe nicht den ganzen Tag im Auto liegen lassen.
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Wir parkten am Wanderparkplatz am *Piton Grande Anse* und bestiegen diesen Berg. Mit Nael in der Kraxe und dem gesamten Strandgepäck an Bord war der Aufstieg wieder einmal sehr beschwerlich. Aber der Ausblick auf die Küste in beide Richtungen wieder sehr schön, kann man nicht leugnen. Vom Aussichtspunkt ging es nun zum Strand hinab. Die Strömungen dort am Strand sind so gefährlich, dass man nur in einem angelegten Becken schwimmen darf. Wir schlugen unser Lager auf und hier lernten wir nun, warum Hängematten ein so gefragter Artikel sind: es wäre das Hängemattenparadies gewesen. Natürlich waren wir unvorbereitet und unsere Hängematte hing an der Ferienwohnung. Ich war vom Auf- und Abstieg völlig platt, Täschi schnappte sich die Kinder und wollte baden gehen. Kaum waren sie im Wasser angelangt, kam die Polizei. Der starke Arm des Staates scheuchte alle Badenden aus dem Wasser. Warum? Habe ich nicht so ganz verstanden, lediglich, dass man heute nicht baden dürfe. Großes Kino! Nachdem die Beamten wieder weg waren, gingen alle wieder ins Wasser. So auch Täschi mitsamt Kindern. Erstaunlicherweise endete der Tag nicht im Gefängnis, auch wenn Nimue sich davor fürchtete. In der Zwischenzeit hatte sie außerdem einen Kiosk mit Eis und Maracujasmoothies ausgemacht. Ich stellte mich an. Es dauerte standesgemäß hundert Jahre bis ich dran war. Es gab keine Smoothies mehr. Immerhin Eis konnte ich für die Kinder organisieren. Es folgte das große Mittagsgeschlafen von Nimue, Nael und mir. Täschi konnte ordentlich lesen. Nun ging es zurück, zum Glück mussten wir den Gipfel nicht noch einmal erklimmen, sondern konnten herum gehen, so hielten sich die Höhenmeter in Grenzen.
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Wir parkten am Wanderparkplatz am *Piton Grande Anse* und bestiegen diesen Berg. Mit Nael in der Kraxe und dem gesamten Strandgepäck an Bord war der Aufstieg wieder einmal sehr beschwerlich. Aber der Ausblick auf die Küste in beide Richtungen wieder sehr schön, kann man nicht leugnen. Vom Aussichtspunkt ging es nun zum Strand hinab. Die Strömungen dort am Strand sind so gefährlich, dass man nur in einem angelegten Becken schwimmen darf. Wir schlugen unser Lager auf und hier lernten wir nun, warum Hängematten ein so gefragter Artikel sind: es wäre das Hängemattenparadies gewesen. Natürlich waren wir unvorbereitet und unsere Hängematte hing an der Ferienwohnung. Ich war vom Auf- und Abstieg völlig platt, Täschi schnappte sich die Kinder und wollte baden gehen. Kaum waren sie im Wasser angelangt, kam die Polizei. Der starke Arm des Staates scheuchte alle Badenden aus dem Wasser. Warum? Habe ich nicht so ganz verstanden, lediglich, dass man heute nicht baden dürfe. Großes Kino! Nachdem die Beamten wieder weg waren, gingen alle wieder ins Wasser. So auch Täschi mitsamt Kindern. Erstaunlicherweise endete der Tag nicht im Gefängnis, auch wenn Nimue sich davor fürchtete. In der Zwischenzeit hatte sie außerdem einen Kiosk mit Eis und Maracujasmoothies ausgemacht. Ich stellte mich an. Es dauerte standesgemäß hundert Jahre bis ich dran war. Es gab keine Smoothies mehr. Immerhin Eis konnte ich für die Kinder organisieren. Es folgte das große Mittagschlafen von Nimue, Nael und mir. Täschi konnte ordentlich lesen. Nun ging es zurück, zum Glück mussten wir den Gipfel nicht noch einmal erklimmen, sondern konnten herumgehen, so hielten sich die Höhenmeter in Grenzen.
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