diff --git a/content/blog/2024/04/samui-sweet-samui/index.md b/content/blog/2024/04/samui-sweet-samui/index.md index 67f6a43..3fba8d8 100644 --- a/content/blog/2024/04/samui-sweet-samui/index.md +++ b/content/blog/2024/04/samui-sweet-samui/index.md @@ -26,3 +26,16 @@ Tags darauf nutzten wir die mit dem Roller gewonnene Freiheit um die unfreiheitl ## ...und dann beinahe auch noch Sozialschmarotzer Nach dem Aufenthalt bei der Immigration zogen wir an den Strand. Dort harrten wir dann im Schatten einer Palme die Mittagshitze aus, unterbrochen von kurzen Abkühlungen im Meer. Das war schön. Schließlich prügelten uns jedoch die "Hunger"-Schreie von Nimue und unseren Mägen in die glühende Sonne hinaus. Essen gab es bei Bao Bao, das war lecker, die Getränke waren noch leckerer und plötzlich fiel uns auf: wir haben unser Geld und unsere Kreditkarte vermutlich am Strand vergessen. Kurze Aufregung, Täschi nahe am Herzinfarkt, aber eine beherzte Rollerfahrt später konnte nach dreimaligen daran Vorbeilaufen die sandfarbene Tasche mit unserer Reisekasse im Sand erspäht werden. Also konnten wir das Essen bezahlen und mussten nicht Teller abwaschen. Nach diesem Schock wollten wir das Adrenalinlevel halten und machten uns auf den Weg in die crazy steilen Berge. Ein Test für unseren Miniscooter mit vier Mitfahrern und v.a. seine Bremsen. Aber es ging hervorragend und wir nahmen noch einen Drink an einem der vielen Wasserfälle ein, die aufgrund der ausgefallenen Regenzeit alle nicht ernsthaft Wasser mitführen. Dort gab es schicke Plattformen auf Bäumen, ein bisschen Myst Baumlevel Styles, nur mit mehr NPCs. Nimue hatte Spaß auf einer der Hängebrücken und sie und ich haben dann noch eine Wanderung zum Wasserrinnsal unternommen. Die Steine deuteten schon an, dass es ein echt beeindruckender Wasserfall hätte sein können, aber immerhin reichte es dazu seinen Kopf nach dem steilen Aufstieg darunterzuhalten. Zurück im Hotel blieb eigentlich nichts mehr, außer die Kids zum Schlafen abzulegen. +## Offroad auf Samui +Tags darauf war wieder nichts zu holen. Wir hatten kein Bock auf Anstehen bei Immigration und versuchten in Schichten Nachtschlaf nachzuholen, den v.a. Nael uns geraubt hatte. So ging es zunächst in den Spielraum, damit Täschi noch mal schlafen konnte und Täschi versuchte dann ihr Glück, die Kids im Pool zu beschäftigen, damit ich mich noch mal hinhauen konnte. Insgesamt klappte es nur so mäßig, aber besser als nichts. Nachmittags gab es dann Pizza und einen kleine Geocache an einer Pagode mit Blick auf den Flughafen. Leider waren die Flugzeuge beim Landen irgendwie so leise, dass wir sie immer erst wahrgenommen hatten, wenn sie schon am Bremsen waren. Es wäre sicher eine beeindruckende Perspektive gewesen. + +Am Donnerstag hatten wir von dem einen ruhigen Tag dann schon wieder Lagerkoller in unserem Luxusresort, also trieb ich die Familie direkt nach dem Frühstück auf den Roller. Der erste Stopp war dann am letzten Tag unseres Visums die Immigration, wo wir zumindest für Täschi und mich eine Verlängerung klarmachten. Das ging dann auch leidlich schnell und kurz vor 12 waren wir bereit für das große Abenteuer des Tages. Als Ziel hatte ich einen Geocache im Hochgebirge der Insel auserkoren. Von der Karte her sah es gar nicht so schwer aus, an dem Wasserfall von vorgestern vorbei die vermeintlich asphaltierte Straße immer weiter hinauf. Die aufkommenden Warnungen, dass man doch bitte nicht mit Automatik Motorrädern da hoch sollte, und vielleicht auch nur mit geländetauglichen Fahrzeugen generell, schlugen wir getrost in den Wind. Die Strecke wurde steiler und steiler und es gab sogar einen Abschnitt, wo selbst die Thais mal Serpentinen gebaut haben und nicht nur stumpf die Straße geradeaus den Hang hinauf. Es folgten die ersten unasphaltierten Abschnitte, die uns aber auch nicht schocken konnten. Unsere tüchtige 80cc Maschine röhrte aus dem letzten Loch um uns vier da hochzubugsieren, aber immerhin die steilen Abschnitte waren dann immer wieder asphaltiert. + +Bis wir uns dann vor dem nächsten steilen Stück auch von dieser Theorie enttäuscht sahen. Geknickt musste ich einsehen, dass dieser Abschnitt dann doch nicht mehr zu machen war. Daher haben wir den einen auserkorenen Abenteuercache dann nicht erreichen können. Da ich aber ungerne eine Strecke wieder zurückfahre, ließ ich mir vom Kartenorakel eine andere Strecke ausspucken, die uns zum Cache am Magic Garden auf der Südseite des Gebirges führen sollte. Die Strecke hatte es dann auch in sich, und nachdem uns eine Thaifrau aus ihrem Jeep zu verstehen gegeben hatte, dass wir da mit unserem Schimmelroller nicht langfahren sollten, waren wir auch kurz davor noch einmal umzudrehen und aufzugeben. Als wir noch mit uns haderten kam zum Glück ein anderer Local auf seinem Moped angeheizt und meinte "easy, easy, just drive". Na gut, mit dieser Ermunterung konnte es ja nicht so schlimm sein. + +Also ging es auf Feldwegen durch Wasserlöcher auf der Gasse durchs Gebirge. Beim der ersten Straße unter Wasser erkundete Täschi noch todesmutig zu Fuß, wie tief das Wasser stand. Beim zweiten waren wir schon alles gewohnt und heizten einfach durch. Eine verirrte deutsche Familie in ihrem Mietwagen kam uns noch entgegen, mit deren Auto wäre ich da aber auch ungerne auf diesen Feldwegen verloren gewesen. Aber irgendwann wurden die Straßen wieder breiter und wir machten Siegespause bei einem netten Café mit richtig schönem Blick über die Hügel bis zum Meer mit wunderschönen Blautönen. + +Der Magic Garden Cache wurde dann geloggt, der Garden selbst war so mäßig magic. Aber zumindest waren es spannende Kletterpartien für Nimue und eine Abkühlung im Gebirgsbach. Bei der Abschlusscola lernten wir dann eine andere deutsche Familie kennen, die in äußerst ähnlicher Konfiguration (mit 4monatiger Tochter und 2,5jährigen Sohn) unterwegs waren. Wir tauschten uns darüber aus wie anstrengend Urlaub mit Kindern ist und stellten fest, dass wir im selben Flieger nach Frankfurt fliegen werden. + +Auf dem nun leider sehr langen Weg zurück ins Hotel machten wir dann noch Abendessenspause (leider wieder italienisch, aber da gerade Berufsverkehr war, wollten wir kurzfristig einfach ins nächste Restaurant, um den Stau auszusitzen). Nach einem Supply Run (Windeln und Spülzeug für Naels Flasche bei 7Eleven, außerdem Maracuja Shakes) versuchten wir die Kinder zum Schlafen zu bewegen. Nael hatte leider ca. den ganzen Tag auf dem Roller gepennt, daher war er erst um 22 Uhr abzulegen, aber ansonsten ein sehr gelungener Abenteuertag. +