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2025-01-27 20:21:36 +01:00
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@@ -29,7 +29,7 @@ Theoretisch hatten wir ewig Zeit bis zum Flug um 14:35. Ursprünglich inspiriert
Dankenswerterweise war der Flug aber erstaunlich entspannt, obwohl Nael einen weiteren Tag quasi gar nicht zum Krabbeln kam. Zur Belohnung blies uns dann nach dem Öffnen der Flugzeugtüren die wunderbar warme karibische Abendluft entgegen. Müde wollten wir schnellstmöglich in die Unterkunft, aber das Mietautoshuttle kam nicht bei. Wir waren beinahe die Letzten, die abgeholt wurden, ärmer dran war nur ein junges schwedisches Pärchen, deren Autovermietung nicht einmal ans Telefon ging. Insofern hatten wir nur beinahe den schlechtesten Anbieter gewählt. Rudi, unser Gastgeber, begrüßte uns, zeigte uns die Wohnung und wir schliefen zu derbe lauten Schreien aus dem Urwald ein.
## Martinique denkt es wäre Norwegen
## Martinique denkt, es wäre Norwegen
Der erste Tag begann mit Reggae-artigen Getrommel. Grund dafür waren aber die leeren Mägen der gesamten Reisegruppe. Das Flugzeugessen war, obwohl man den Versuch der Franzosen bewundern muss, ihrem kulinarischen Ruf gerecht zu werden, halt vor allem eines: Flugzeugessen. Zum Frühstück gab es nur noch ein paar traurige Trauben aus unserem Reiseproviant und ein halbes Croissant. Da wir durch den Minijetlag (und besagtem Hunger) früh wach waren, waren wir bereits um kurz nach sieben on the road etwas Essbares aufzutreiben. Nach einer kleinen Irrfahrt durch das Zentrum von Fort de France (Hauptstadt der Insel) kamen wir endlich bei einem gigantischen Shoppingtempel mit gigantischem Carrefour an. Da ganz Martinique sich auf Silvester und Neujahr vorbereitete, hatten wir großes Glück bereits so früh dort einzutreffen. Nach unserer zweistündigen Shoppingorgie stapelten sich die Autos auf dem Parkplatz und es ging weder vor noch zurück. Und, oh boy, was war es für eine Shoppingorgie. Erstens laden die gigantösen Einkaufswagen dazu ein mal so richtig vollzuladen. Außerdem saßen die zwei Tage ohne richtiges Essen tief in den Knochen (und Mägen). Es gab kein Halten. An der Kasse bekamen wir dafür allerdings die echte und metaphorische Quittung: 362 Euronen mussten wir in den Schlund des gierigen französischen Konzerns werfen. Für einen Einkauf, der uns gefühlt zwei Tage Energie schenken sollte. So einen Preisschock hatte ich sonst eigentlich nur in Norwegen. Aber ist ja Urlaub, und von hier nach Thailand kommen wäre nun auch kein guter Deal mehr. Und in Hindsight hat der Einkauf sogar fast vier Tage gereicht.
@@ -44,7 +44,7 @@ Nachdem die Kids im Bett abgefertigt waren, kam unser Gastgeber Rudi (und ungepl
Der Nachbarshahn krähte und mit dem Schwung, für den wir landauf und -ab bekannt sind, sprangen wir aus den Federn und begrüßten den Tag wie üblich mit mindful Yoga...als ob. Der Hahn krähte und wir warfen den hungrigen Kindern ein paar trockene Brotkrumen hin. Heute wollten wir so richtig einen wegcachen. Ziel dafür war der Forêt Montravail, seines Zeichens ein (Regen-)Wald mit einigen Trails. Dort gab es insgesamt 12 Geocaches zu holen, leider mussten wir abkürzen und konnten nur 8 davon bergen. Die Wege waren sehr abenteuerlich, dadurch mussten wir Nimue oft in der Kraxe tragen und dementsprechend anstrengend war es. Aber der Wald war wunderschön grün und schattig, die riesigen Blätter der Tropenpflanzen ein ungewohnter Anblick. Den weltbekannten Räuber trafen wir aber nicht. Anschließend erkundeten wir direkt den nächsten Strand. Dort konnte wieder nach Herzenslust getaucht werden, Nael vergnügte sich in der "Brandung" und es gab sogar ein paar schwimmende Spielplattformen für Nimue. Abends gab es dann, who would've guessed: Nudeln mit Parmesan (es gibt auch immer richtig geile Soßen dazu, aber die finden keinen Anklang beim Nachwuchs).
Man möchte es nicht meinen, aber am darauffolgenden Samstag gab es keinen Strandausflug. Schockschwerenot. Nimue fand die Aussicht auch nicht so richtig gut und verhandelte hart wenigstens in den Pool zu dürfen. Da wir aber unverhofft lange bei einem Spielplatz halt machten glaube ich, dass wir eine posttraumatische Belastungsstörung erfolgreich abgewendet haben. Auserkoren war der Jardin de Balata. Irgendein verrückter Mensch hat in den Bergen der Insel einen echt wunderschönen Tropengarten angelegt. Wir lustwandelten dort und erfreuten uns an den wildesten Blütenformen, wieder einmal den riesigen Blättern der Pflanzen und schillernden Kolibris. Die Stimmung wurde allerdings getrübt, als Täschi nach ewigem Anstehen herausfand, dass wir mit Nimue nicht auf den Baumwipfelpfad durften. Nimues Trübung konnte dann durch besagten Spielplatz wieder eingefangen werden, Täschi blieb (vor allem getriggert durch schlaflose Babynacht) grumpy, bis sie sich dann zurück an der Unterkunft kurz hinlegen konnte. In der Zeit löste ich das Poolversprechen ein und als Nimue beinahe erfroren war, gab es dann auch Abendessen. Geplant war eigentlich ein Kartoffeleintopf, aber die bereits weit fortgeschrittene Zeit führte zu ~~Nudeln mit Parmesan~~ Baguette mit Woscht und Schinken.
Man möchte es nicht meinen, aber am darauffolgenden Samstag gab es keinen Strandausflug. Schockschwerenot. Nimue fand die Aussicht auch nicht so richtig gut und verhandelte hart, wenigstens in den Pool zu dürfen. Da wir aber unverhofft lange bei einem Spielplatz Halt machten, glaube ich, dass wir eine posttraumatische Belastungsstörung erfolgreich abgewendet haben. Auserkoren war der Jardin de Balata. Irgendein verrückter Mensch hat in den Bergen der Insel einen echt wunderschönen Tropengarten angelegt. Wir lustwandelten dort und erfreuten uns an den wildesten Blütenformen, wieder einmal den riesigen Blättern der Pflanzen und schillernden Kolibris. Die Stimmung wurde allerdings getrübt, als Täschi nach ewigem Anstehen herausfand, dass wir mit Nimue nicht auf den Baumwipfelpfad durften. Nimues Trübung konnte dann durch besagten Spielplatz wieder eingefangen werden, Täschi blieb (vor allem getriggert durch schlaflose Babynacht) grumpy, bis sie sich dann zurück an der Unterkunft kurz hinlegen konnte. In der Zeit löste ich das Poolversprechen ein und als Nimue beinahe erfroren war, gab es dann auch Abendessen. Geplant war eigentlich ein Kartoffeleintopf, aber die bereits weit fortgeschrittene Zeit führte zu ~~Nudeln mit Parmesan~~ Baguette mit Woscht und Schinken.