From 585b8bcd983fee57efaa6647cff75e047ff05cf5 Mon Sep 17 00:00:00 2001 From: Konstantin Kollar Date: Thu, 8 Jan 2026 16:09:26 +0100 Subject: [PATCH] schottland eintrag --- .../06/will-ye-gang-to-the-highlands/index.md | 36 +++++++++++++++++++ 1 file changed, 36 insertions(+) create mode 100644 content/blog/2025/06/will-ye-gang-to-the-highlands/index.md diff --git a/content/blog/2025/06/will-ye-gang-to-the-highlands/index.md b/content/blog/2025/06/will-ye-gang-to-the-highlands/index.md new file mode 100644 index 0000000..b0d7d79 --- /dev/null +++ b/content/blog/2025/06/will-ye-gang-to-the-highlands/index.md @@ -0,0 +1,36 @@ +--- +title: "Will Ye Gang to the Highlands?" +date: 2025-06-22T23:02:10+02:00 +draft: true +tags: ['Reise', 'Schottland'] +resources: + - name: header + src: phare-caravelle.jpg +--- +Im Winter zieht es uns üblicherweise in die Sonne, dafür dachten wir uns diesen Sommer wiederum, dass wir als Ausgleich ja einmal in den kalten Regen fliehen könnten. So fragte Täschi mich "Will ye gang to the Highlands with me sir?" und traditionsbewusst antwortete ich natürlich "Aye, at leaving the green glens and woodlands o' me ain country" + + + +## Es soll angereist sein + +Eine Reise beginnt immer mit dem Zweitschrecklichsten: der Anreise. Diese wird nur durch die Abreise überschattet. Der Reihe nach: ein Urlaub in Schottland stand uns schon lange bevor. Seitdem Täschi und ich zusammen sind, wollte ich ihr immer Norwegen zeigen, weil die Spinnerin dort zuvor noch nie war. Das hatten wir dann ja in der ersten Elternzeit erfolgreich abgefrühstückt und Täschi war von Norwegen angemessen begeistert, obwohl wir dort im Hochsommer vor uns hin froren und v.a. Regen gesehen hatten. Nun sollte also ein weiterer Punkt auf der Bucket List abgehakt werden. Wir reisten mit einer befreundeten Familie in ähnlicher Konstellation (2 Kinder im Alter von Nimue & Nael). + +Zum Beginn eines Anfangs eines Starts einer Reise steht die Anreise. Ich wollte gerne mit der Fähre und dem eigenen Auto fahren. Von irgendwo in den Niederlanden gibt es eine Nachtfähre nach Newcastle, von dort hätte man in ca. 4 Stunden unseren Zielort erreichen können. Der Konjunktiv verrät es bereits: so kam es nicht. Wir hätten so schön Fahrräder, Spielzeug, Brettspiele etc. einpacken können, um eine wilde Woche in den Highlands zu verbringen. Doch die Mehrheit wollte nicht mit einem Linkssteuer im Linksverkehr fahren. Dabei hätten wir so ein Abenteuer mit Nachtfahrt auf dem Schiff, entspannt am nächsten Morgen in UK anlanden und den Komfort des eigenen Autos haben können. + +So denn, ein Flug sollte es also sein. Die günstigste Gelegenheit ging von Köln/Bonn. Dorthin sollte es mit der Bahn gehen, also buchte ich erstmals Rail&Fly. Ich dachte ja, der Clou an diesem Angebot wäre eine Anschlussgarantie, aber das ist gar nicht wahr. Die Bahn weiß selbst offensichtlich genau, dass sie es gnadenlos verkackt und gibt keine Anschlussgarantie für den Flug. Nahaja. Weiß man schon, woran man ist. Natürlich bekam ich auch schon kurz vor Abreise dann die Nachricht, dass es den ICE aus Wiesbaden generell nicht mehr gibt, Alternativen konnte die Bahn mir auch nicht nennen. An Frankfurt-Flughafen hatte der Anschluss ICE nach Köln (immerhin ein Sprinter, DAS Premium Produkt der Deutschen Bahn) dann schon 50 Minuten Verspätung. Kurzerhand mussten wir also in den ICE nach Amsterdam ausweichen, unsere Reservierung im Kinderabteil damit natürlich hinfällig. Die gefürchtete Rheinbrücke zwischen Deutz und Köln-Hbf (schlimmer als die Elbbrücken was Verspätungen anbelangt) tat dann ihr Übriges, und wir waren mit Sack, Pack, Kinde und Kegel eine knappe Stunde vor Abflug erst am Flughafen. + +Unser Flug war gepäckmäßig schon abgefrühstückt, aber wir mussten uns noch in Herscharen auf dem Weg nach Palma und Fuerteventura einordnen. Richtig schäbig organisiert der Flughafen Köln/Bonn. Die Krönung des Abfucks kam aber erst noch (warum sind wir eigentlich zu unfähig, ohne Hängengebliebenheit durch einen Flughafen zu kommen?). Wir waren ja per Online Check-In schon eingecheckt, die Schlange am Gepäckschalter war quälend langsam und selbst Täschis Rehaugen und unser Hinweis, dass wir ja noch mit den Kindern durch die Security müssen, konnte niemanden der Däumchendreher am Priority Schalter erweichen. + +Irgendwann wagte ich das Experiment mit der Self-Service Gepäckaufgabe. Die Koffer gingen anstandslos auf das Band, der Rucksack wollte nicht. Eine Bedienstete sagte mir, ich solle mich an ihre Kollegin am Priority Schalter wenden. Funny enough, musste sie mich wohl doch gegen ihren Willen bearbeiten. Täschi wollte mit den Kids schon mal zur Security. Fatal, wie sich herausstellte. Ich musste also noch auf meinen Bearbeitung warten, nur um dann gesagt zu bekommen, dass ich nicht eingecheckt werden könne, wenn ich Naels Ausweis nicht vorzeigen könnte. + +RANDOM PROZESS! Nirgendwo musste ich bis dahin meinen Ausweis vorlegen, im gesamten Prozedere nicht. Aber mein Rucksack konnte nur mit Ausweis auf das Band gelegt werden UND dem Ausweis des Kindes, das auf meinem Schoß gebucht war. Aber Ausweis und Kind waren ja nu' schon an der Security. Das ging dann hin und her, ich habe das Problem 24 verschiedenen Menschen erläutert (wüsste ja gerne, wo die herkamen. Die hätten ja mal weitere Gepäckschalter aufmachen können, dann wäre ich ja nie zum dummen Self-Service Check-In genötigt worden). Irgendwann rollte mein Rucksack aber dankenswerterweise davon. Aber die Schalterdame musste mich DANN(!), nachdem der scheiß schon geraume Zeit lief, noch darauf hinweisen, dass ich ja eh eigentlich zu spät dran sei. Kann man sich nicht ausdenken. + +Nun denn, lange Rede, gar kein Sinn: hat ja dann doch alles geklappt. Der Flieger kam natürlich dann trotzdem erst 20 Minuten zu spät los, aber alles in allem landeten wir in Edinburgh und, man höre und staune, sogar mein Rucksack kam an. + +## Eine Reisegruppe und ein Urlaub findet sich + +So waren wir denn in Schottland angekommen. Standesgemäß sollte das Wetter richtig scheiße werden. Während Mitteleuropa bei 30-40 Grad verglühen sollte, hatten wir 11-16 Grad und Regen angekündigt. Wir haben sogar extra vor der Abreise noch mal Regenklamotten für die Kids eingekauft. Das Mietauto war dann eingesammelt und wir cruisten die ca. 2 h nach Newtonmore in unser Feriendomizil. Es war sehr schottisch auf dem Weg: Regen, Autos fuhren links, das Steuerrad war rechts, Regen. Aber auch schon mal schöne Aussichten, je weiter wir in die Highlands kamen. + +Unsere Unterkunft ist zweckmäßig schön: kleines Häuschen, sehr viele Badezimmer, drei Schlafzimmer für uns zwei Familien. Nach etwa 10 h Reise, alles in allem, gab es dann nichts mehr zu tun, außer Einkaufen, Kochen, Essen, Schlafengehen. + +